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Lange Sicherheitskontrollen am Flughafen: Wer trägt die Schuld?

Sicherheitskontrollen an Flughäfen  

Weshalb Passagiere in Deutschland so lange warten müssen

27.07.2018, 09:13 Uhr | dpa-AFX

Lange Sicherheitskontrollen am Flughafen: Wer trägt die Schuld?. Fluggäste stehen am Flughafen in einer Schlange: An den Sicherheitskontrollen an deutschen Flughäfen müssen Passagiere oft lange warten. (Quelle: dpa/Peter Steffen)

Fluggäste stehen am Flughafen in einer Schlange: An den Sicherheitskontrollen an deutschen Flughäfen müssen Passagiere oft lange warten. (Quelle: Peter Steffen/dpa)

Die langwierigen Sicherheitskontrollen an Flughäfen sorgen für einen Zwist zwischen Regierung und Fluggesellschaften. Doch die Kontrollen könnten leicht beschleunigt werden.

An den Flughäfen in Deutschland müssen Passagiere oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Fluggesellschaften und Regierung streiten darüber. Nach Ansicht der Bundesregierung tragen die Airlines durch ihre Preispolitik eine Mitschuld an den teils langen Wartezeiten. Die Luftverkehrswirtschaft beklagt hingegen, an den deutschen Airports seien die Kontrollen deutlich ineffizienter als in vielen anderen Ländern.

Lange Wartezeiten durch viele Handgepäckstücke?

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums entstehen die Verzögerungen beim Sicherheitscheck durch eine "hohe Zahl mitgeführter und sehr eng gepackter" Handgepäckstücke. Dies erschwere eine zügige Auswertung der Röntgenbilder, "was zu einer längeren Verweildauer der Passagiere in der Kontrollspur führt", zitiert das "Handelsblatt" aus der Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP. "Luftfahrtunternehmen tragen hierzu bei, indem durch zusätzliche Gebühren für Reisegepäck die Mitnahme von Handgepäck für Reisende attraktiver ist als das Aufgeben von Gepäck am Check-In-Schalter."

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) argumentiert hingegen, an Flughäfen wie Amsterdam, London und Brüssel seien die Kontrollen viel schneller, obwohl es dort ebenfalls mehr Handgepäck gebe als früher. "Entscheidend ist also nicht die Menge des Handgepäcks, sondern die Organisation der Sicherheitskontrollen", erklärte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow.

Größere Wannen bei der Kontrolle könnten diese beschleunigen

Das Innenministerium warnte in seiner Antwort vor "schnelleren Prozessen", wenn diese mit Abstrichen an der Sicherheit erkauft würden. Schließlich stehe der zivile Luftverkehr nach wie vor im Zielspektrum des internationalen Terrorismus.

Der BDL verwies jedoch auf ein Pilotprojekt am Flughafen Köln/Bonn. Dieses habe gezeigt, dass die Kontrollen bei gleichbleibendem Sicherheitsniveau effizienter gestaltet werden könnten – etwa durch begehbare Körperscanner oder durch den Einsatz größerer Wannen auf den Gepäckbändern. Auch das Innenministerium sieht hier nach eigenen Angaben vielversprechende Ergebnisse: Die Zahl der pro Stunde abgefertigten Passagiere sei im Schnitt von 190 auf 219,5 gestiegen.

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX

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