Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikAuslandEuropäische Union

UN rechnen mit 100.000 Flüchtlingen aus Libyen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextWeltmeister legt Protest gegen Spiel einSymbolbild für einen TextDFB-Rücktritt? Müllers emotionale WorteSymbolbild für einen TextFranzösische Filmikone ist totSymbolbild für einen TextKreuzfahrtschiff von Monsterwelle erfasstSymbolbild für einen TextKanye West entsetzt mit Hitler-AussagenSymbolbild für einen TextTrump erleidet nächste NiederlageSymbolbild für einen TextCorona-Lage: Beginn der Winterwelle?Symbolbild für einen Text"Promi Big Brother": Dieser Star ist rausSymbolbild für einen TextNächster WM-Trainer tritt zurückSymbolbild für einen TextSat.1 ändert für Mockridge das ProgrammSymbolbild für einen TextMutter fährt verletzten Sohn 200 KilometerSymbolbild für einen Watson TeaserDFB-Debakel: Spott für Gast auf TribüneSymbolbild für einen TextBeherrschen Sie das Spiel der Könige?
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

UN rechnen mit 100.000 Flüchtlingen aus Libyen

Von afp, t-online
Aktualisiert am 01.05.2016Lesedauer: 2 Min.
Libysche Flüchtlinge nach einem Versuch, nach Europa zu fliehen.
Libysche Flüchtlinge nach einem Versuch, nach Europa zu fliehen. (Quelle: dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Während die Zahlen der ankommenden Syrien-Flüchtlinge in den letzten Wochen massiv zurückgegangen sind, rechnen Beobachter mit einem starken Andrang aus Libyen nach Europa. Daran bestehe kein Zweifel, erklärte nun auch der UN-Sondergesandte für das nordafrikanische Land, Martin Kobler.

Allein im ersten Quartal 2016 seien schon 24.000 Menschen aus Libyen nach Europa aufgebrochen, sagte der deutsche Diplomat der "Welt am Sonntag". Dabei sei die Überfahrt im Winter schwieriger. "Wenn man das hochrechnet, dann kommen dieses Jahr sicher mindestens 100.000 Menschen über das Mittelmeer", so Kobler.


NACHRICHTEN DES TAGES

Kreuzfahrtfestival Hamburg Cruise Days
Kreuzfahrtfestival Hamburg Cruise Days
+3

"Dass dieses Jahr sehr viel mehr Migranten über Libyen nach Europa kommen, lässt sich nicht mehr ändern", fügte der UN-Beauftragte hinzu. "Solange es in Libyen keine funktionierende Regierung gibt, kann niemand diesem Problem wirksam begegnen."

Ein gespaltenes Land

In dem nordafrikanischen Land herrschen seit dem Sturz und Tod von Muammar al-Gaddafi 2011 schwere Spannungen. Verschiedene Milizen und zwei konkurrierende Regierungen und Parlamente konkurrieren in Libyen um die Macht. Kobler, der zuvor schon UN-Gesandter im Kongo und im Irak war, hat die Mission in Libyen im Oktober übernommen. Seitdem wurde eine neue Einheitsregierung gebildet, die jedoch nur schrittweise ihre Arbeit aufnimmt.

Von Libyen aus machten sich in den vergangenen Jahren hunderttausende Flüchtlinge über das Mittelmeer auf den Weg nach Europa. In den ersten drei Monaten des Vorjahres waren es nur noch 13.000. Seit der Schließung der Balkanroute versuchen aber wieder mehr Flüchtlinge über Libyen nach Europa zu gelangen. Die EU ist im Mittelmeer mit der Mission "Sophia" im Einsatz, um gegen Schlepper vorzugehen.

Kobler sieht die Marinemission kritisch. "Operation Sophia ist gerade eher ein Faktor, der Migranten anzieht", sagt er der "Welt am Sonntag". "Die Schleuser schleppen die Boote auf offene Meer hinaus, bisweilen sogar ohne einen Tropfen Diesel im Tank. Dann rufen sie die Notfallnummern an, weil sei wissen, dass die EU-Schiffe die Menschen retten."

EU plant drastische Maßnahmen

Angesichts der wieder steigenden Zahl an Flüchtlingen aus Libyen soll die EU erwägen, die Menschen mit drastischen Maßnahmen bereits in Nordafrika aufzuhalten. Aus einem vertraulichen Dokument, das dem "Spiegel" vorliegt, geht hervor, dass die EU einen entsprechenden Deal mit einer neuen libyschen Regierung derzeit vorbereitet.

In dem Papier beschreiben die Beamten der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini laut "Spiegel", wie eine neue libysche Regierung die Überfahrt von Migranten in Richtung Italien stoppen könnte: In Kooperation mit der EU könnten die libyschen Behörden "vorübergehende Auffanglager für Migranten und Flüchtlinge" unterhalten. "Dabei muss man auch über Inhaftierungseinrichtungen nachdenken", heißt es in dem Dokument.

Zugleich erhöhen mehrere EU-Länder den Druck auf Italien. So riefen zuletzt Bundesinnenminister Thomas de Maizière und sein österreichischer Kollege Wolfgang Sobotka Italien auf, wirksame Maßnahmen zur Eindämmung des Flüchtlingszuzugs von Libyen über das Mittelmeer zu ergreifen. "Was jetzt ansteht, ist zu allererst eine italienische Aufgabe", sagte de Maizière nach einem Treffen mit Sobotka.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
EU-Kommission rüstet im Brexit-Streit auf
  • Camilla Kohrs
Von Camilla Kohrs
EUEuropaFlüchtlingeIrakLibyenMittelmeerWamS

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website