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Lehre der Corona-Krise: Altmaier fordert Unabhängigkeit der europäischen Wirtschaft


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Lehre aus der Corona-Krise: Altmaier fordert größere Unabhängigkeit

Von rtr
Aktualisiert am 09.05.2020Lesedauer: 1 Min.
Peter Altmaier: Bundesminister fordert eine Unabhängigkeit der europäischen Wirtschaft als Lehre aus der Corona-Pandemie.
Peter Altmaier: Bundesminister fordert eine Unabhängigkeit der europäischen Wirtschaft als Lehre aus der Corona-Pandemie. (Quelle: photothek/imago-images-bilder)
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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fordert eine größere Unabhängigkeit der europäischen Wirtschaft. Besonders im Bereich der Technologie laufe man den USA und China hinterher, kritisierte er.

Als Lehre aus der Corona-Pandemie fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eine größere Unabhängigkeit der europäischen Wirtschaft. "Die aktuelle Krise zeigt, dass wir einseitige Abhängigkeit vermeiden und internationale Lieferketten stärker diversifizieren müssen", sagte Altmaier der Nachrichtenagentur Reuters anlässlich des Europatags am Samstag.

Als Beispiele nannte er die Produktion und Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung und pharmazeutischer Grundstoffe. Nötig dafür sei eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und eine europäische Industriestrategie zur Stärkung der industriellen Basis, verbunden mit guten Rahmenbedingungen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.

Digitale Schlüsseltechnologien voranbringen

Europa müsse aber auch die Digitalisierung vorantreiben, die durch die Krise einen Schub verliehen bekommen habe, sagte der CDU-Politiker auch mit Blick auf die EU-Ratspräsidentschaft, die Deutschland im Juli übernimmt. "Wir müssen unsere digitale Souveränität durch den Ausbau eigener Kompetenzen in digitalen Schlüsseltechnologien sicherstellen."

Derzeit laufe man Konkurrenten aus den USA und China hinterher. Zugleich müsse Europa nach der Krise noch mehr zum Ideengeber für einen sozial gerechten Strukturwandel, eine klimafreundliche Wirtschaft und eine erfolgreiche Energiewende werden. "Technologien, die bereits vor der Krise ein Auslaufmodell waren, werden es nach Krise erst recht sein." Der "Green Deal" der EU müsse zu einer Wachstumsstrategie werden.

Es werde aber auch eine starke Welthandelsorganisation gebraucht und ein regelbasierter internationaler Handel, mahnte Altmaier. "Denn die aktuelle Krise bedeutet keinen Abschied von der Globalisierung. Im Gegenteil, sie unterstreicht die Bedeutung von klaren internationalen Handelsregeln, an die sich alle halten müssen."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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