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Brexit paradox: Hier k├Ânnte er genau das Gegenteil bewirken

dpa, Jan-Uwe Ronneburger

Aktualisiert am 23.12.2020Lesedauer: 3 Min.
Treppe mit dem Union Jack in Gibraltar: Im Gegensatz zum K├Ânigreich w├╝nscht sich der kleine Staat eine engere Bindung an die EU.
Treppe mit dem Union Jack in Gibraltar: Im Gegensatz zum K├Ânigreich w├╝nscht sich der kleine Staat eine engere Bindung an die EU. (Quelle: Javier Fergo/AP/dpa-bilder)
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Wenn es um den Brexit geht, blicken alle auf den Poker zwischen Br├╝ssel und London. Das kleine ├ťberseegebiet Gibraltar sucht einen eigenen Weg

Der Austritt Gro├čbritanniens aus der Europ├Ąischen Union stellt auch Gibraltar am S├╝dzipfel der Iberischen Halbinsel vor riesige Probleme. Beim Brexit-Referendum 2016 stimmten dort 95,9 Prozent der Bewohner f├╝r den Verbleib in der EU. Aber: mitgefangen, mitgehangen.

So schied das britische ├ťberseegebiet ÔÇô mit 6,8 Quadratkilometern nur wenig gr├Â├čer als die nordfriesische Hallig Hooge ÔÇô Ende Januar zusammen mit dem Vereinigten K├Ânigreich aus. Statt der nationalistischen Rhetorik der britischen Seite bei den Verhandlungen zwischen London und Br├╝ssel herrschen in den parallel laufenden Gespr├Ąchen mit Gibraltar leisere T├Âne vor.

Stundenlange Wartezeiten an der Grenze bef├╝rchtet

Das Votum 2016 sei keine Liebeserkl├Ąrung an die EU gewesen, glaubt Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo. "Es war vielmehr ein ├╝berw├Ąltigendes Votum f├╝r die Offenheit der Grenze" zu Spanien, sagte er dem Radiosender SER. Nur 1,8 Kilometer ist diese Grenze lang, mit einem einzigen ├ťbergang. Gibraltars 33.000 Einwohner, die zu den wohlhabendsten in Europa geh├Âren, wissen ebenso wie die Spanier, was es bedeuten w├╝rde, wenn die Grenze am 1. Januar auch nur etwas undurchl├Ąssiger w├╝rde. Falls es keine Einigung zwischen Br├╝ssel und London gibt, will Gibraltar zun├Ąchst bis Juli nichts an den Kontrollen ├Ąndern ÔÇô und hofft, dass Spanien ebenso verfahren w├╝rde.

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Blick auf den Felsen von Gibraltar: Eine gro├če Mehrheit der Einwohner hat gegen den Brexit gestimmt.
Blick auf den Felsen von Gibraltar: Eine gro├če Mehrheit der Einwohner hat gegen den Brexit gestimmt. (Quelle: Jon Nazca/Reuters-bilder)

Jeden Tag ├╝berqueren 15.000 Menschen die Grenze morgens Richtung Gibraltar, um dort zur Arbeit zu gehen, und kehren abends wieder zur├╝ck. Bisher m├╝ssen sie nur ihren Personalausweis vorzeigen und werden durchgewunken. Hinzu kommen in Zeiten ohne Corona rund sieben Millionen Touristen pro Jahr. Wenn alle pl├Âtzlich an der neuen EU-Au├čengrenze einen Reisepass vorlegen m├╝ssen, der abzustempeln w├Ąre, werden Wartezeiten von bis zu vier Stunden bef├╝rchtet.

"Eine nie gesehene Einf├╝hlsamkeit"

Der Regierung in Madrid ist sich bewusst, was das f├╝r die arme Region n├Ârdlich Gibraltars bedeuten w├╝rde. Die Arbeitslosigkeit in der Grenzstadt La L├şnea liegt schon jetzt bei 35 Prozent. "Es ist die gemeinsame Pflicht des Vereinigten K├Ânigreichs und Spaniens, eine Zone des Wohlstands zu schaffen", sagte Au├čenministerin Arancha Gonz├ílez Laya. Die Frage der Souver├Ąnit├Ąt ├╝ber Gibraltar, die Spanien mit dem Frieden von Utrecht 1713 an Gro├čbritannien abtreten musste und seither zur├╝ckfordert, stellte die parteilose Politikerin beiseite. Es gehe um das Wohl der Menschen.

Eine Maschine von British Airways hebt am Flughafen von Gibraltar ab: Viele Einwohner f├╝hlen sich dem K├Ânigreich stark verbunden, wollen aber die offene Grenze zu Spanien nicht verlieren.
Eine Maschine von British Airways hebt am Flughafen von Gibraltar ab: Viele Einwohner f├╝hlen sich dem K├Ânigreich stark verbunden, wollen aber die offene Grenze zu Spanien nicht verlieren. (Quelle: Jon Nazca/Reuters-bilder)

Daf├╝r ÔÇô und wegen ihres Eintretens f├╝r eine Aufnahme Gibraltars in den Schengen-Raum, wo es an den Grenzen faktisch keine Personenkontrollen gibt ÔÇô hat Laya am Affenfelsen gro├če Anerkennung erhalten. "Sie hat eine bisher nie gesehene Einf├╝hlsamkeit f├╝r Gibraltar gezeigt", lobt Picardo, der die Schengen-Idee ebenfalls unterst├╝tzt. Dabei f├╝hlen sich die Menschen am Affenfelsen eigentlich sehr britisch und sind misstrauisch gegen├╝ber dem gro├čen Nachbarn.

Was macht Johnson?

Ob auch der britische Premierminister Boris Johnson einer Einbeziehung Gibraltars in den Schengen-Raum zustimmt, ist noch nicht klar. "Gibraltar und London marschieren hier aber in die gleiche Richtung", hie├č es aus Regierungskreisen. Die Verhandlungen liefen auf Hochtouren. Auch Laya hofft auf eine baldige Grundsatzeinigung mit den Briten.

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Um nicht nur den Personenverkehr zu sch├╝tzen, sondern auch den Warenverkehr, gibt es zudem Pl├Ąne, das ├ťberseegebiet solle auch der EU-Zollunion beitreten. Das sei aber noch ein etwas fernerer Horizont, hei├čt es in Gibraltar. Technisch w├Ąre es Regierungskreisen zufolge kein gro├čes Problem: Gibraltar habe schon jetzt eigene Grenzkontrollen f├╝r Personen und Waren an seinem Flughafen und seinem Seehafen. Somit k├Ânnte der Brexit, der Gro├čbritannien aus der EU herausf├╝hrt, in Gibraltar das Gegenteil bewirken: Das ├ťberseegebiet w├╝rde der EU gewisserma├čen n├Ąher r├╝cken.

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