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Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage


Russische Invasion
Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Von dpa
09.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Wolodymyr SelenkyjVergrĂ¶ĂŸern des BildesLaut dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj ist Russlands Offensive in Charkiw gescheitert. (Quelle: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa/dpa-bilder)
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In der Grenzregion Charkiw steht die ukrainische Armee weiter unter Druck. Doch PrĂ€sident Selenskyj betont: Ihre OffensivplĂ€ne haben die Russen dort verfehlt. Die Ereignisse im Überblick.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat Russlands Offensive auf die östliche Grenzregion Charkiw zumindest vorerst fĂŒr gescheitert erklĂ€rt. "Der russischen Armee ist es nicht gelungen, ihre Charkiw-Operation durchzufĂŒhren", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Wir halten sie derzeit zurĂŒck so gut wir können und zerstören russische Einheiten, die in unser Land eindringen und das Charkiwer Gebiet terrorisieren." Zugleich betonte er, dass die Verteidigung der Region noch weiter verstĂ€rkt werden mĂŒsse.

Russland hatte Mitte Mai eine Offensive auf Charkiw gestartet und dabei mehrere ukrainische Grenzdörfer besetzt. Zwar blieb ein großer Durchbruch bislang aus, doch die gleichnamige Gebietshauptstadt Charkiw ist weiter massivem Beschuss ausgesetzt. Mehrere westliche VerbĂŒndete - darunter Deutschland und die USA - erlaubten der Ukraine deshalb kĂŒrzlich, zur Verteidigung von Charkiw mit von ihnen gelieferten Waffen auch Ziele auf der russischen Seite der Grenze zu attackieren.

In seiner Ansprache dankte Selenskyj einmal mehr auch dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron fĂŒr seine UnterstĂŒtzung. Macron hatte dem von Russland angegriffenen Land zuletzt mehrere Kampfjets zugesagt.

Macron und Biden betonen Willen zur weiteren UnterstĂŒtzung

In Frankreich demonstrierte derweil auch US-PrĂ€sident Joe Biden wĂ€hrend eines Staatsbesuchs Willen zur gemeinsamen UnterstĂŒtzung der Ukraine. Die USA stĂŒnden fest an der Seite der Ukraine und an der Seite der eigenen VerbĂŒndeten, sagte Biden in Paris. Abermals warnte er: "Putin wird nicht in der Ukraine Halt machen."

Uneinigkeit herrscht zwischen beiden LÀndern aber bei der Frage, ob westliche MilitÀrausbilder in die Ukraine geschickt werden sollen. Macron hatte am Vorabend seinen Willen dazu bekrÀftigt. Die US-Regierung hat aber klar gemacht, dass sie sich daran nicht beteiligen will. Weder Macron noch Biden schnitten das Thema bei ihrem gemeinsamen Auftritt an.

Scholz: Keine Nato-Soldaten in der Ukraine

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz erteilte einer Entsendung deutscher Soldaten in das Kriegsgebiet erneut eine klare Absage. "Wir werden weiter verhindern, dass es zu einer Eskalation kommt", sagte er auf einer SPD-Wahlkampfveranstaltung in Duisburg. Dazu gehöre die klare Aussage von Biden sowie von ihm selbst, sagte Scholz: "Es wird von unseren LÀndern keine Soldaten in der Ukraine geben und auch nicht von der Nato."

Macron hatte nach einem Treffen mit Selenskyj in Paris zum Thema MilitĂ€rausbilder gesagt: "Wir wollen aus GrĂŒnden der Effizienz eine Koalition haben, und mehrere unserer Partner haben bereits ihre Zustimmung gegeben." Man werde die kommenden Tage nutzen, um eine grĂ¶ĂŸtmögliche Koalition zu finalisieren, die berufen sei, auf die Bitte der Ukraine einzugehen. Macron betonte, diese Bitte sei legitim. Es sei unter gewissen UmstĂ€nden deutlich effizienter und praktischer, auf ukrainischem Boden auszubilden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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