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UN: Israel zieht Kandidatur für Sitz im UN-Sicherheitsrat zurück

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Israel zieht Kandidatur für Sitz im UN-Sicherheitsrat zurück

04.05.2018, 22:40 Uhr | dpa

UN: Israel zieht Kandidatur für Sitz im UN-Sicherheitsrat zurück. Dem Sicherheitsrat gehören die fünf Vetomächte sowie zehn wechselnde Mitglieder an.

Dem Sicherheitsrat gehören die fünf Vetomächte sowie zehn wechselnde Mitglieder an. Foto: Bebeto Matthews/AP. (Quelle: dpa)

New York (dpa) - Israel hat seine Bewerbung für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat zurückgezogen. Das teilte die israelische UN-Botschaft am Freitag mit. Das Land hatte sich für einen nicht-ständigen Sitz in den Jahren 2019 und 2020 beworben und stand damit in Konkurrenz zu Deutschland und Belgien.

Die Entscheidung fällt am 8. Juni. Da sich nun nur noch Deutschland und Belgien um die beiden Sitze in der westlichen Staatengruppe bewerben, scheint der deutsche Sitz ab 2019 sehr wahrscheinlich. Seit dem Beitritt Deutschlands zu den Vereinten Nationen war die Bundesrepublik sechsmal im mächtigsten UN-Gremium vertreten, zuletzt war das 2011/12 der Fall.

Die Entscheidung sei nach "Konsultationen mit unseren Partnern, darunter unseren guten Freunden", gefallen, teilte die israelische Vertretung mit. Die Kandidatur werde "aufgeschoben". Israel wolle sich weiter vollständig an allen Entscheidungsprozessen innerhalb der 193 Staaten zählenden Weltorganisation beteiligen.

Dem Sicherheitsrat gehören die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie zehn wechselnde Mitglieder an. Diese befristeten Mitglieder werden auf zwei Jahre gewählt. Sie benötigen dafür eine Zweidrittelmehrheit der UN-Vollversammlung.

Deutschlands UN-Botschafter Christoph Heusgen und sein belgischer Amtskollege Marc Pecsteen beantworteten am Freitag in einer UN-Sitzung Fragen zu ihrer jeweiligen Kandidatur. "Wir glauben an die UN, wir glauben an ihre Gremien, wir glauben an die Rolle des Sicherheitsrats", sagte Heusgen. Die Vereinten Nationen müssten ein "Schirm der internationalen Weltordnung" sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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