• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Ärger zwischen Ankara und Riad: Saudi-Arabien weist Berichte über Mord an Journalist zurück


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextSchauspielerin stirbt nach UnfallSymbolbild für einen TextPolizei ruft RKI zu Einsatz in BerlinSymbolbild für ein VideoAnwalt: Rushdie wird beatmetSymbolbild für einen TextErfolg für Joe Biden in US-KongressSymbolbild für einen TextSpielabbruch in der Regionalliga-WestSymbolbild für einen TextFlugzeuge kollidieren – zwei ToteSymbolbild für einen TextEx-Bayern-Star darf doch spielenSymbolbild für ein VideoKreml-Truppe zeigt miserable AusstattungSymbolbild für einen TextLkw-Fahrer fleht auf A40 um HilfeSymbolbild für einen TextMann stirbt während Fahrt auf AutobahnSymbolbild für einen Watson TeaserARD-Schauspielerin teilt Oben-ohne-FotoSymbolbild für einen TextÜberbein behandeln

Saudi-Arabien weist Berichte über Mord an Journalist zurück

Von dpa
Aktualisiert am 07.10.2018Lesedauer: 2 Min.
Absperrgitter auf der Straße zum saudi-arabischen Konsulat in Istanbul.
Absperrgitter auf der Straße zum saudi-arabischen Konsulat in Istanbul. Foot: Lefteris Pitarakis/AP (Quelle: Lefteris Pitarakis./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Istanbul (dpa) - Im Fall eines in Istanbul verschwundenen und möglicherweise ermordeten saudischen Regimekritikers und Journalisten zeichnet sich ein diplomatischer Streit zwischen Riad und Ankara ab.

Berichte unter anderem der "Washington Post", dass Dschamal Chaschukdschi im Konsulat Saudi-Arabiens ermordet wurde, wies das autoritär regierte Königreich als "gegenstandslos" zurück. Ein Freund des Regimekritikers sagte der Deutschen Presse-Agentur unter Verweis auf die türkische Polizei jedoch, Berichte über den Mord seien zutreffend.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte, er verfolge die Ermittlungen aus nächster Nähe und hoffe auf ein schnelles Ergebnis. Er habe noch "positive" Erwartungen.

Nach Angaben von Freunden und Kollegen war der ehemalige Chefredakteur der saudischen Tageszeitung "Al-Watan" am Dienstag in das Konsulat im Viertel Levent des Stadtteils Besiktas gegangen, um Papiere abzuholen, war aber nicht wieder herausgekommen. Nach Angaben türkischer Offizieller zeigen Videoaufnahmen, dass Chaschukdschi das Gebäude nicht verlassen hat. Die saudische Seite erklärte dagegen, Chaschukdschi sei erst nach dem Besuch in dem Konsulat verschwunden.

Chaschukdschi lebte seit einiger Zeit im selbstgewählten Exil in den USA und der Türkei. Zwar strebt Kronprinz Mohammed bin Salman in Saudi-Arabien mit Reformen eine vorsichtige Öffnung der Gesellschaft an. Politisch aber lässt er weiter keinen Widerspruch zu und hat viele Kritiker einsperren lassen.

Der Erdogan-Berater Yasin Aktay sagte der dpa, die türkischen Behörden gingen inzwischen davon aus, dass Chaschukdschi aus dem Konsulat gebracht wurde. Ob tot oder lebendig, das wisse er nicht. "Alles ist möglich", sagte er. "Wir glauben inzwischen nicht mehr, dass er noch drin ist." Aufnahmen der Straßenkamera zeigten, dass Autos mit verdunkeltem Scheiben herausgefahren seien. Darin könnte Chaschukdschi gewesen sein. "Eine andere Möglichkeit bleibt eigentlich nicht mehr."

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Durchsuchung von Trump-Anwesen auch wegen Spionageverdachts
Ex-US-Präsident Trump: Der Republikaner bestreitet vehement alle Vorwürfe gegen ihn.


Ein Freund Chaschukdschis, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der dpa: "Die türkische Polizei hat uns gesagt, dass er im Konsulat getötet wurde. (...) Sie haben ihn in kleine Stücke zerschnitten."

Den Mordvorwurf dementierte ein Vertreter des saudischen Konsulats über die saudische staatliche Nachrichtenagentur SPA. Die saudischen Behörden würden sich vielmehr um ein Aufklären des Falls bemühen. Dazu sei ein Team saudi-arabischer Ermittler sei seit Samstag in Istanbul und arbeite mit den türkischen Behörden zusammen.

Eine offizielle Erklärung der Ermittler gibt es auch fünf Tage nach dem Verschwinden des Journalisten nicht. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unter Berufung auf die Polizei, die Behörden prüften zurzeit, ob ein Zusammenhang zu einer Gruppe von Saudi-Arabern bestehe, die sich am Tag von Chaschukdschis Verschwinden im saudischen Konsulat aufgehalten hätten. Die 15 Saudi-Araber seien mit zwei Flugzeugen in Istanbul gelandet, zur gleichen Zeit wie Chaschukdschi im Konsulat gewesen und am selben Tag wieder abgereist.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Von Lisa Becke
AnkaraBesiktas IstanbulDeutsche Presse-AgenturIstanbulMordPolizeiRecep Tayyip ErdoganSaudi-ArabienThe Washington Post
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website