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Frankreich bereitet sich auf schwerste Krawalle vor

Von dpa, afp
Aktualisiert am 06.12.2018Lesedauer: 4 Min.
Erneut Krawalle in Frankreich: Bei Protesten von SchĂŒlern wurden 700 Menschen festgenommen – am Wochenende erwarten die Sicherheitsbehörden erneut Ausschreitungen.
Erneut Krawalle in Frankreich: Bei Protesten von SchĂŒlern wurden 700 Menschen festgenommen – am Wochenende erwarten die Sicherheitsbehörden erneut Ausschreitungen. (Quelle: Regis Duvignau/Reuters-bilder)
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Eskaliert die Lage – wie am vergangenen Wochenende? Was Frankreich bei erneuten Protesten der "Gelben Westen" erwartet, ist ungewiss. Die französische Regierung rechnet mit allem.

Frankreich rĂŒstet sich mit einem massiven Aufgebot an SicherheitskrĂ€ften gegen neue Ausschreitungen. FĂŒr Samstag seien 89.000 Polizisten und andere OrdnungskrĂ€fte mobilisiert worden, teilte Premierminister Édouard Philippe mit. Davon seien 8.000 fĂŒr die Hauptstadt Paris eingeplant. Es handele sich um "außergewöhnliche Mittel". Am Samstag soll es wieder Demonstrationen der "Gelben Westen" geben. Die französische Regierung fĂŒrchtet eine neue Eskalation der Gewalt. Unterdessen breitet sich der Protest im Land auf weitere gesellschaftliche Gruppen aus.

Touristen stehen vor dem Triumphbogen: Die Touristenattraktion wurde am vergangenen Wochenende bei gewalttĂ€tigen Protesten beschĂ€digt und ist seitdem fĂŒr Besucher gesperrt.
Touristen stehen vor dem Triumphbogen: Die Touristenattraktion wurde am vergangenen Wochenende bei gewalttĂ€tigen Protesten beschĂ€digt und ist seitdem fĂŒr Besucher gesperrt. (Quelle: Christian Böhmer/dpa-bilder)

Am vergangenen Wochenende lieferten sich Demonstranten bei Protesten in Paris der "Gelben Westen" Straßenschlachten mit der Polizei. Autos gingen in Flammen auf, GeschĂ€fte wurden geplĂŒndert, das Innere des Triumphbogens verwĂŒstet. Die Polizei nahm ĂŒber 400 Menschen fest – ein Niveau, das in den vergangenen Jahrzehnten nicht erreicht wurde. Es ist mittlerweile das vierte Wochenende in Folge, an dem mit großen Aktionen im Land protestiert wird. Die "Gelben Westen" demonstrieren seit Mitte November gegen geplante Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel – mittlerweile ist der Protest aber viel allgemeinerer Natur und richtet sich gegen die Regierung und PrĂ€sident Emmanuel Macron.

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Innenminister rÀt vom Demonstrieren in Paris ab

Premier Philippe erklĂ€rte, Innenminister Christophe Castaner rufe dazu auf, am Samstag nicht in Paris zu demonstrieren. Es sei nicht verboten, zu demonstrieren – allerdings wĂŒrden so Demonstranten nicht die Falle von SchlĂ€gern geraten.

Die Krise wirkt sich auch auf den Tourismus aus, der ein wichtiges wirtschaftliches Standbein Frankreichs ist. Wegen der erwarteten Proteste wird das Wahrzeichen von Paris, der Eiffelturm, am Samstag fĂŒr Besucher geschlossen bleiben. Auch die Oper und einige Museen wollen nicht öffnen.

Arbeiter sichern die Terrasse des Lokals "La Belle Armée" ab, das bei Protesten am vergangenen Wochenende in Paris beschÀdigt worden war. Das Lokal liegt unweit des Triumphbogens.
Arbeiter sichern die Terrasse des Lokals "La Belle Armée" ab, das bei Protesten am vergangenen Wochenende in Paris beschÀdigt worden war. Das Lokal liegt unweit des Triumphbogens. (Quelle: Christian Böhmer/dpa-bilder)

Frankreichs PrĂ€sident Macron war den Demonstranten am Mittwochabend ein StĂŒck weiter entgegengekommen und hatte angekĂŒndigt, die geplanten Steuererhöhungen fĂŒr Benzin und Diesel fĂŒr das Jahr 2019 außer Kraft zu setzen. An diesen Erhöhungen hatte sich der Protest der "Gelben Westen" entzĂŒndet.

Mit öffentlichen Auftritten hielt sich der PrĂ€sident nach seiner RĂŒckkehr vom G20-Gipfel in Argentinien aber zurĂŒck. Die ErklĂ€rungen fĂŒr die Politik der Regierung lieferte stattdessen Premier Philippe vor der Nationalversammlung und dem Senat. Den Kurswechsel bei den Steuererhöhungen kĂŒndigte Umweltminister François de Rugy wĂ€hrend einer Livesendung im Fernsehen an.

Protest der SchĂŒler und Studenten

Seit Montag protestieren in ganz Frankreich auch SchĂŒler und Studenten gegen Reformen im Bildungsbereich. Sie blockieren Bildungseinrichtungen. Auch hier ist die Lage angespannt. Bei Demonstrationen wurden am Donnerstag in der NĂ€he von Paris nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mehr als 700 Menschen festgenommen. Dabei handelte es sich vor allem um SchĂŒler, die in der NĂ€he einer Schule in Mantes-la-Jolie protestiert hatten, wie die Polizei erklĂ€rte. Die SchĂŒler hĂ€tten in dem Ort randaliert.

Wenn der Bildungsminister nicht bald eine starke Antwort gebe, werde es TodesfĂ€lle geben, sagte der PrĂ€sident der Nationalen SchĂŒlerunion, Louis Boyard, dem Sender BFMTV. Er fĂŒrchte bei den Protesten Gewalt – und rief gleichzeitig zur Ruhe auf.

Nach Angaben des Senders waren im Großraum Paris rund hundert Bildungseinrichtungen von den Aktionen betroffen. Einige Bereiche der Pariser UniversitĂ€t Sorbonne blieben am Donnerstag geschlossen, wie die Hochschule mitteilte. Medienberichten zufolge hatten zuvor mehrere Menschen versucht, Teile der UniversitĂ€t zu besetzen.

SchĂŒler stehen hinter einer brennenden MĂŒlltonne: Mittlerweile gibt es auch Proteste an französischen Gymnasien. SchĂŒler wehren sich gegen Reformen im Bildungsbereich.
SchĂŒler stehen hinter einer brennenden MĂŒlltonne: Mittlerweile gibt es auch Proteste an französischen Gymnasien. SchĂŒler wehren sich gegen Reformen im Bildungsbereich. (Quelle: Bob Edme/AP/dpa-bilder)

FĂŒr kommende Woche haben die Landwirte Proteste angekĂŒndigt. Ein Grund fĂŒr die Wut der Bauern sei "Agri-Bashing" – also pauschale Angriffe auf den Berufsstand der Bauern, hieß es von der Bauerngewerkschaft. Die Bauern fĂŒhlten sich "gedemĂŒtigt".

Unterdessen stellt sich die französische Hauptstadt auf weitere Krawalle ein. Rund um den Pariser Triumphbogen, wo es am vergangenen Wochenende vor allem zu gewalttĂ€tigen Ausschreitungen gekommen war, war Polizei im Einsatz. Die ZugĂ€nge zu dem weltberĂŒhmten Wahrzeichen waren gesperrt. Einzelne LĂ€den auf der Prachtstraße Champs-ÉlysĂ©es wurden gesichert – ansonsten herrschte aber der ĂŒbliche Besucherandrang auf dem Boulevard.

Mehrere Fußballspiele mussten abgesagt werden

Mit Blick auf mögliche neue Ausschreitungen wurden auch mehrere Fußballspiele abgesagt. Dazu zĂ€hlt die fĂŒr Freitag geplante Partie zwischen AS Monaco und OGC Nizza. Das Spiel sei auf Ersuchen der Regierung des FĂŒrstentums Monaco und der PrĂ€fektur des Departements Alpes-Maritimes abgesagt worden, teilte die Französische Fußball-Liga mit. Auch ein ursprĂŒnglich fĂŒr Sonntag angesetztes Spiel zwischen AS Saint-Etienne und Olympique Marseille wurde verschoben.


Die Liga Ă€ußerte sich zunĂ€chst nicht weiter zu den GrĂŒnden. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP sollen die fĂŒr die Spiele vorgesehenen Polizisten stattdessen bei den Demonstrationen der "Gelbwesten" eingesetzt werden. Wegen der Proteste waren auch das fĂŒr Samstag geplante Topspiel zwischen Paris Saint-Germain (PSG) und dem HSC Montpellier sowie die Partie zwischen Toulouse und Lyon verschoben worden.

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