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UN-Klimakonferenz billigt Regelwerk zum Klimaschutz

Von dpa
Aktualisiert am 15.12.2018Lesedauer: 2 Min.
Fast 200 Staaten beraten derzeit bei der UN-Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz.
Fast 200 Staaten beraten derzeit bei der UN-Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz. (Quelle: Monika Skolimowska./dpa)
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Kattowitz (dpa) - Drei Jahre nach der historischen Einigung auf das Pariser Klimaabkommen haben fast 200 Staaten gemeinsame Regeln f├╝r die praktische Umsetzung beschlossen.

Der Chef der UN-Klimakonferenz in Polen, Michal Kurtyka, besiegelte den Kompromiss des Plenums am Samstag in Kattowitz (Katowice) mit einem Hammerschlag. Ziel des Abkommens ist, die Erderw├Ąrmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Daf├╝r muss der Aussto├č von Treibhausgasen etwa aus der Verbrennung von Kohle und ├ľl in den kommenden Jahren drastisch reduziert werden.

Vertreter aus 196 Staaten und der EU hatten in Polen zwei Wochen lang um die Regeln gerungen, nach denen Staaten k├╝nftig ├╝ber ihre Pl├Ąne und Fortschritte im Klimaschutz berichten sollen. Vergleichbarkeit und Transparenz sind wichtig, da das Pariser Abkommen auf gegenseitigem Vertrauen beruht und keine Sanktionen vorsieht, wenn L├Ąnder nicht vorankommen. Vor allem der Gruppendruck soll alle auf Kurs halten.

Die Zeit dr├Ąngt: Die Jahre 2015 bis 2018 waren nach Analysen der Weltwetterorganisation die vier w├Ąrmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Und die 20 w├Ąrmsten lagen in den vergangenen 22 Jahren. Geht es weiter wie bisher, leben wir Ende dieses Jahrhunderts wohl in einer drei bis vier Grad w├Ąrmeren Welt. Die fatalen Folgen je nach Region: mehr Hitzewellen, l├Ąngere D├╝rren sowie mehr St├╝rme, Starkregen und Hochwasser.

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Kurtyka sagte, bei den Klimaverhandlungen gehe es nicht um nationale Interessen, sondern einen Sinn f├╝r Menschlichkeit und die Verantwortung f├╝r kommende Generationen. Die Beschl├╝sse seien "1000 kleine Schritte nach vorne. Sie k├Ânnen stolz sein."

Die Verhandlungen sollten eigentlich am Freitag enden, zogen sich aber hin bis durch die Nacht. Sitzungen wurden immer wieder verschoben. Die Entscheidung fiel schlie├člich erst einen ganzen Tag sp├Ąter - was f├╝r Klimagipfel aber nichts Ungew├Âhnliches ist.

Strittig waren auch Fragen rund um Finanzhilfen der reicheren L├Ąnder f├╝r die ├Ąrmeren. Die vom Klimawandel besonders gef├Ąhrdeten Staaten hatten zudem ein deutliches Signal eingefordert, dass es gr├Â├čere Anstrengungen im Klimaschutz braucht, um dramatische Folgen zu begrenzen. Bis zuletzt gab es auch ├ärger um den internationalen Handel mit Verschmutzungsrechten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte auf der Konferenz mit einem B├╝ndnis aus Industrie- und Entwicklungsl├Ąndern mehr Ehrgeiz im Klimaschutz gefordert. Deutschland hinkt den eigenen Zielen hinterher. Derzeit ber├Ąt eine Kommission dar├╝ber, wie der Ausstieg aus der klimasch├Ądlichen Stromproduktion aus Kohle laufen soll. Auch zum Klimaschutz im Verkehr tagt eine Arbeitsgruppe. Im kommenden Jahr soll erstmals ein Klimaschutzgesetz f├╝r den Bund verabschiedet werden.

Der n├Ąchste UN-Klimagipfel findet in Chile statt, und zwar nach Angaben des dortigen Umweltministeriums entweder im Dezember 2019 oder Januar 2020.

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