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Staatsanwältin klagt an - El Salvador: Polizei soll über 110 Menschen ermordet haben

Bericht von Aktivisten  

El Salvador: Polizei soll über 110 Menschen ermordet haben

28.08.2019, 13:53 Uhr | dpa

Staatsanwältin klagt an - El Salvador: Polizei soll über 110 Menschen ermordet haben. Aktivisten machen die Polizei in El Salvador für die Ermordung von mehr als 100 Menschen verantwortlich.

Aktivisten machen die Polizei in El Salvador für die Ermordung von mehr als 100 Menschen verantwortlich. Foto: Oscar Rivera/epa/Archiv. (Quelle: dpa)

Mexiko-Stadt (dpa) - Die Staatsanwaltschaft für Menschenrechte hat die Polizei von El Salvador für mehr als 100 "außergerichtliche Hinrichtungen" zwischen 2014 und 2018 verantwortlich gemacht.

Im Kampf gegen Bandenkriminalität seien in diesem Zeitraum mindestens 116 Menschen "brutal ermordet" worden, teilte die Staatsanwaltschaft für Menschenrechte in der Hauptstadt San Salvador mit. Staatsanwältin Raquel Caballero de Guevara sagte, ein 141-seitiger Bericht beschreibe Muster, die auf "außergerichtliche Hinrichtungen und exzessive Gewaltanwendungen" durch die Polizei hindeuteten. In einigen Fällen seien auch Hinweise auf "Gräueltaten" wie Folterungen gefunden worden.

Dies müsse untersucht werden, damit die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden könnten, sagte sie. Es gebe "starke Hinweise" dass die mutmaßlichen Bandenmitglieder nicht - wie von der Polizei behauptet - bei bewaffneten Auseinandersetzungen ums Leben gekommen seien, sondern durch "Tötungen". Von den untersuchten Fällen seien bislang nur 19 vor Gericht verhandelt worden, nur in zwei Fällen sei es zu Verurteilungen gekommen.

Das mittelamerikanische Land hat eine der höchsten Mordquoten der Welt. Im vergangenen Jahr gab es dort 51 Morde je 100.000 Einwohner - das waren allerdings nur halb so viele wie noch drei Jahre zuvor. Präsident Nayib Bukele, der sein Amt im Juni angetreten hat, nannte den Kampf gegen Banden und die Verringerung der Gewalt im Land als Prioritäten seiner Präsidentschaft. Die Staatsanwaltschaft für Menschenrechte war im Rahmen der Friedensabkommen von 1992 gegründet worden, durch die der seit 1979 tobende Bürgerkrieg beendet werden konnte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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