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Chinas Handelsstreit: Schwächstes Wirtschaftswachstum seit 30 Jahren

Schwächstes Wachstum seit Jahrzehnten  

Handelsstreit schwächt Chinas Wirtschaft enorm

18.10.2019, 13:17 Uhr | dpa

t-online.de erklärt: So funktionieren Freihandel und Zölle (Quelle: Kevin Dietsch/Ding Ting/imago)
So funktionieren Freihandel und Zölle

Präsident Donald Trump sieht die Vereinigten Staaten im internationalen Handel ungerecht behandelt – Anlass für einen Zollstreit. Doch worum geht es beim Thema Zoll eigentlich und wie funktionieren die einfachen Wirkungsmechanismen? t-online.de klärt auf. (Quelle: t-online.de)

Trumps Allzweckwaffe: Das müssen Sie über Strafzölle und den Freihandel wissen. (Quelle: t-online.de)


Das Wirtschaftswachstum in China lässt immer weiter nach. Grund dafür ist vor allem der Handelsstreit mit den USA. Die aktuellen Zahlen sind so schlecht wie das letzte Mal vor knapp 30 Jahren. 

Chinas Wirtschaftswachstum ist überraschend stark auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gefallen. Im dritten Quartal legte die zweitgrößte Volkswirtschaft nur noch um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt am Freitag in Peking mitteilte. Als Ursachen nannten Experten den Handelskrieg der USA mit China, die Verunsicherung von Investoren und die chinesischen Bemühungen, gegen die wachsende Verschuldung anzugehen. "Fast alle Wachstumstreiber zeigen nach unten", sagte Liu Shengjun, Vizepräsident der China Europe Business School (CEIBS).

Das Wachstum für die drei Quartale zusammen liegt mit 6,2 Prozent jedoch noch im unteren Bereich der Zielvorgabe der Regierung für das Gesamtjahr von "6,0 bis 6,5 Prozent". Im ersten Quartal waren 6,4 und im zweiten 6,2 Prozent erreicht worden. Experten rechneten für das dritte Quartal eigentlich mit 6,1 Prozent. Allerdings ist nicht nur in den USA und weltweit die Nachfrage nach Waren "Made in China" stärker als erwartet zurückgegangen. Auch die Binnennachfrage wird schwächer. 2018 hatte Chinas Wirtschaft noch um 6,6 Prozent zugelegt.

"Weitere Wachstumsverlangsamung vorgezeichnet"

Etwas besser fielen Konjunkturdaten für den Monat September aus. Die Industrie steigerte ihre Fertigung deutlicher als erwartet, während die Umsätze des Einzelhandels stärker stiegen als im Vormonat. Dagegen befinden sich die Investitionen der Unternehmen weiter im Abwärtstrend.

Bankvolkswirte kommentierten die Daten insgesamt negativ. "Da die Politik zögert, die Geld- und Finanzpolitik weiter zu lockern, ist aus unserer Sicht eine weitere Wachstumsverlangsamung vorgezeichnet", sagte Commerzbank-Analyst Hao Zhou. Sorgen macht ihm vor allem der chinesische Konsum. Der Experte verwies auf die schwachen Einfuhren nach China und den schrumpfenden Automarkt.

"Der Handelsstreit mit den USA lastet weiter schwer auf der chinesischen Wirtschaft", resümierte Hao. Selbst das sich abzeichnende Zwischenabkommen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt dürfte allenfalls kurzfristig für Erleichterung sorgen. "Eine grundlegende Lösung des Konfliktes ist nicht in Sicht."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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