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Corona-Impfstoff: Slowakei beklagt falsche Sputnik-V-Lieferung


Slowakei beklagt falsche Sputnik-Lieferung

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 08.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Eine Lieferung Sputnik V in Ungarn: Einige EU-LĂ€nder haben – trotz fehlender EU-Zulassung – den russischen Corona-Impfstoff gekauft.VergrĂ¶ĂŸern des BildesEine Lieferung Sputnik V in Ungarn: Einige EU-LĂ€nder haben – trotz fehlender EU-Zulassung – den russischen Corona-Impfstoff gekauft. (Quelle: dpa-bilder)
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Obwohl der russische Corona-Impfstoff in der EU nicht zugelassen ist, hat die Slowakei auf eigene Faust Sputnik V angeschafft. Doch nun musste das Land feststellen: Russland hat nicht das erwartete Vakzin geliefert.

In der Slowakei hat das staatliche Institut fĂŒr Arzneimittelkontrolle SUKL einen kritischen Bericht ĂŒber den russischen Impfstoff Sputnik V veröffentlicht. Die gelieferten Impfstoffe seien nicht in allen Details identisch mit den zuvor in der renommierten Fachzeitschrift "Lancet" beschriebenen, hieß es in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag. Zuvor hatten slowakische Medien darĂŒber berichtet.

Auch Informationen aus anderen LĂ€ndern, in denen Sputnik V bereits eingesetzt wurde, seien wegen mangelnder Übereinstimmung nicht auf die an die Slowakei gelieferten Vakzine anwendbar. "Diese Vakzine haben nur den Namen gemeinsam", schrieben die slowakischen Kontrolleure wörtlich. Schon vorher hatten sie der Herstellerfirma mangelhafte Information vorgeworfen.

Impfstoff in der EU nicht zugelassen

Die Slowakei hat am 1. MĂ€rz eine erste Lieferung von 200.000 Impfdosen des in der EU nicht zugelassenen Impfstoffs aus Russland erhalten. Der inzwischen zurĂŒckgetretene Gesundheitsminister Marek Krajci erteilte zwar eine Ausnahmegenehmigung fĂŒr die Anwendung von Sputnik V. Zugleich ordnete er jedoch an, dass der tatsĂ€chliche Einsatz erst nach Vorliegen einer positiven PrĂŒfung durch SUKL beginnen dĂŒrfe. Deshalb wurde der Impfstoff bisher nicht genutzt.

Finanzminister Igor Matovic kritisierte negative Medienberichte auf Facebook als böswillige Verschwörung. Jemand versuche offenbar "aus geopolitischen GrĂŒnden" zu verhindern, dass Sputnik V in der Slowakei mithelfen könne, Menschenleben zu retten, schrieb der konservativ-populistische Ex-MinisterprĂ€sident. Am Donnerstag brach er ĂŒberraschend nach Moskau auf, um mit dem Chef der russischen Vermarktungsagentur zu sprechen, wie er auf Facebook mitteilte.

Deutschland will GesprĂ€che mit Russland ĂŒber Sputnik V

Auch Deutschland will mit Russland ĂŒber mögliche Lieferungen von Sputnik V sprechen. Die EU-Kommission habe erklĂ€rt, dass sie ĂŒber das russische PrĂ€parat keine VertrĂ€ge wie mit anderen Herstellern schließen werde, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag im WDR5-"Morgenecho". Daraufhin habe er bei einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister erklĂ€rt, "dass wir dann bilateral auch mit Russland reden werden".

Bislang hatte Deutschland Impfstoff ausschließlich zusammen mit den anderen EU-Staaten angeschafft. Diesen Weg hatte die Bundesregierung auch fĂŒr Sputnik V gefordert – und eine Absage kassiert. Ein Sprecher der EU-Kommission betonte jedoch, ein Vorgehen wie das von Deutschland bedeute nicht das Ende der europĂ€ischen Impfstoff-Strategie. Vielmehr stehe es LĂ€ndern frei, bilateral Impfstoff zu beschaffen, der nicht Bestandteil des gemeinsamen Vorgehens sei.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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