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Brasilien: Jair Bolsonaro muss ins Krankenhaus – wegen anhaltendem Schluckauf


"24 Stunden am Tag"
Bolsonaro muss ins Krankenhaus – wegen Schluckauf

Von afp, dpa, mk

Aktualisiert am 14.07.2021Lesedauer: 2 Min.
Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro erkrankte voriges Jahr an Covid-19, hatte aber nur leichte Symptome.Vergrößern des BildesBrasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro erkrankte voriges Jahr an Covid-19, hatte aber nur leichte Symptome. (Quelle: Adriano Machado/reuters)
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Nach einer Zahn-Operation klagt Brasiliens Präsident Bolsonaro über permanenten Schluckauf. Jetzt ist der 66-Jährige sogar ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist in der Nacht zu Mittwoch wegen anhaltenden Schluckaufs ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er leide seit über zehn Tagen an Schluckauf, teilte das Präsidialbüro mit. Um die Ursachen zu ermitteln, werde er 24 bis 48 Stunden unter Beobachtung bleiben nicht zwingend die gesamte Zeit im Krankenhaus. Die Beschwerden traten demnach nach einer Zahnimplantat-Operation auf.

Bolsonaro hatte vergangenen Donnerstag auf Facebook geschrieben: "Ich habe 24 Stunden am Tag Schluckauf." Der 66-Jährige vermutete, es könnte an Medikamenten liegen, die er einnimmt. Im Juli vergangenen Jahres war der rechtsextreme Präsident an Covid-19 erkrankt, wies jedoch nur leichte Symptome auf und musste nicht im Krankenhaus behandelt werden.

Coronavirus-Pandemie geht in Brasilien zurück

Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost, Schutzmaßnahmen und Einschränkungen lehnte er aus wirtschaftlichen Gründen ab. Auch den Sinn von Impfungen zog Bolsonaro immer wieder in Zweifel. Zuletzt gab es große Proteste gegen seine fahrlässige Corona-Politik, auch die Absetzung des Präsidenten wird gefordert. Zugleich registriert Brasilien zurzeit die niedrigste Zahl von täglichen Neuinfektionen seit mehr als einem halben Jahr.

Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Montagabend (Ortszeit) 17.031 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden, zuletzt hatte es Anfang Januar mit 15.827 einen niedrigeren Tageswert gegeben. Auf dem Höhepunkt einer außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie hatte das südamerikanische Land im März mehr als 100.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Brasilien beklagt mehr als 534.000 Corona-Tote

Insgesamt haben sich in Brasilien, das im Januar mit Impfungen begann, mehr als 19,1 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 534.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Nur in den USA wurden bislang mehr Tote registriert, nach den USA und Indien verzeichnet das größte Land in Lateinamerika die meisten Infektionen. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 mal so groß wie Deutschland.

Mehr als 115 Millionen Impfstoffdosen sind seit Beginn der landesweiten Impfkampagne verabreicht worden. Circa 40 Prozent der erwachsenen Brasilianer haben eine Einzeldosis bekommen, rund 15 Prozent sind vollständig geimpft.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa
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