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St. Petersburg: Berühmte russische Aktivistin bei Antikriegs-Demo festgenommen | Video


St. Petersburg
Berühmte russische Aktivistin bei Antikriegsdemo festgenommen

Von dpa, ann

Aktualisiert am 03.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Anti-war protest against Russian invasion of Ukraine, in Saint Petersburg
Russland: Neben vielen jüngeren Demonstranten wurde auch eine alte Dame von der Polizei in Sankt Petersburg abgeführt. Sie ist keine Unbekannte. (Quelle: Glomex)
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In Russland protestierten am Mittwoch Menschen in Dutzenden Städten gegen die Invasion in der Ukraine. Dabei wurde auch eine bekannte Künstlerin und Aktivistin abgeführt.

Bei neuen Protesten gegen den Angriff Russlands auf die Ukraine sind in russischen Städten 724 Menschen festgenommen worden. Das berichtet das Bürgerrechtsportal Owd-Info, das am Mittwochabend auch eine Liste mit Namen der Festgenommenen veröffentlichte.

Am Mittwoch habe es in mehr als 25 russischen Städten Proteste gegeben. Seit Beginn der Antikriegsdemonstrationen sind demnach 7.586 Menschen in Gewahrsam genommen worden.

Unter den am Mittwoch Festgenommenen soll sich auch Yelena Osipova befinden. Sie ist Künstlerin und eine bekannte Aktivistin. Auf Twitter wurde ein Video verbreitet, das zeigt, wie Osipova von zwei Polizisten abgeführt wird.

Osipova: "Schon viele Male festgenommen worden"

Osipova unterrichtete nach eigener Aussage 30 Jahre lang Kunst. Erst 2015, mit über 70, hatte sie ihre erste Ausstellung im russischen St. Petersburg. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal "Russian Reader" berichtete sie, schon häufig bei Demonstrationen festgenommen worden zu sein – unter anderem beim Protest gegen einen G20-Gipfel, auf dem sie mit einem Antikriegsplakat erschien. "Seitdem bin ich viele Male festgenommen worden, manchmal ziemlich grob", sagt Osipova.

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Auch nach der Annexion der Krim sei es wichtig, sich auf der Straße zu zeigen, so Osipova. Die Menschen spürten, "dass sie mit ihren Gedanken nicht allein sind, dass es andere Menschen gibt, die genauso denken".

Das Entsetzen über den Krieg gegen die Ukraine treibt in Russland Menschen zu Protesten auf die Straße. Die Behörden warnen eindringlich vor einer Teilnahme an den nicht genehmigten Kundgebungen. Unter dem Vorwand, Ansteckungen mit dem Coronavirus verhindern zu wollen, werden Demonstrationen nicht erlaubt.

Verwendete Quellen
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