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Gescheiterte Konkurrenten mobilisieren gegen Le Pen

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 11.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Ergebnis des ersten Wahlgangs: Amtsinhaber Macron und Herausforderin Le Pen gehen als Sieger hervor und somit in die Stichwahl. (Quelle: Reuters)
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Zehn Kandidaten sind nach ersten Hochrechnungen im Rennen um die Präsidentschaft in Frankreich gescheitert. Viele von ihnen werben für die Stichwahl am 24. April nun für Emmanuel Macron – mit einer Ausnahme.

Nach ihrer deutlichen Niederlage in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl haben mehrere der zehn gescheiterten Kandidaten für die Stichwahl am 24. April umgehend zur Stimmabgabe für Emmanuel Macron aufgerufen. Das gemeinsame Ziel der sehr unterschiedlichen Kandidaten: eine Präsidentschaft der Rechtspopulistin Marine Le Pen verhindern. Lediglich ein Kandidat warb für Le Pen.

Die sozialistische Kandidatin Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, schrieb am Sonntagabend an ihre Unterstützer: "Weil es mein lebenslanges Engagement für die Republik ist und damit Frankreich nicht in den Hass aller gegen alle kippt, rufe ich Sie eindringlich dazu auf, am 24. April gegen die Rechtsextreme Marine Le Pen zu stimmen, indem Sie den Wahlzettel für Emmanuel Macron verwenden."

Hidalgo betonte, dass dies eine Entscheidung der Verantwortung sei, die ihre linken Überzeugungen nicht beeinflusse. "Ich weiß, wie enttäusch Sie heute Abend sind", hieß es in dem Schreiben weiter. Man werde gemeinsam objektiv Bilanz ziehen. "Aber Sie wissen, dass wir, dass ich, nie aufgeben werden." Hidalgo versprach, sich weiterhin für Frankreich zu engagieren. Im ersten Durchgang war Hidalgo wie erwartet auf nur etwa zwei Prozent der Stimmen gekommen – eine historische Niederlage für die Partei.

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Marine Le Pen in der Wahlkabine: Die rechte Politikerin tritt zum dritten Mal als Präsidentschaftskandidatin an.
Marine Le Pen in der Wahlkabine: Die rechte Politikerin tritt zum dritten Mal als Präsidentschaftskandidatin an. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)

Konservative Pécresse: Le Pen würde Frankreich "in den Bankrott führen"

Auch die konservative Kandidatin Valérie Pécresse scheiterte krachend. Ihre Partei Républicains brachte es nach Hochrechnungen nur auf rund fünf Prozent. Sie warnte nach den ersten Auswertungen: Sollte in der Stichwahl die rechte Kandidatin Marine Le Pen an die Macht kommen, drohten "desaströse Folgen für das Land und für folgende Generationen". Frankreich würde dann von der europäischen und internationalen Bühne weggewischt, so die 54-Jährige. "Das Projekt von Marine Le Pen würde das Land in die Zwietracht führen, in die Machtlosigkeit, in den Bankrott."

"Das Ergebnis ist eine persönliche und kollektive Enttäuschung. Ich übernehme die persönliche Verantwortung für diese Niederlage", sagte Pécresse. Sie habe an zwei Fronten kämpfen müssen, einerseits im Wählerlager von Präsident Macron und andererseits am extrem rechten Rand. Die Wähler hätten sich für eine nützliche Stimmabgabe für einen Kandidaten mit Erfolgsaussichten entschieden.

Linker Mélenchon: "Ich kenne eure Wut, gebt euch ihr nicht hin"

Auch der linke Kandidat Jean-Luc Mélenchon hat sich nach seinem Ausscheiden vor seinen Anhängern ausdrücklich gegen die Wahl von Le Pen ausgesprochen. "Ihr solltet keine einzige Stimme Madame Le Pen geben", erklärte er am Sonntagabend.

Jean-Luc Mélenchon nach den ersten Hochrechnungen: "Ihr solltet keine einzige Stimme Madame Le Pen geben."
Jean-Luc Mélenchon nach den ersten Hochrechnungen: "Ihr solltet keine einzige Stimme Madame Le Pen geben." (Quelle: Michel Spingler/AP/dpa-bilder)

"Ich kenne eure Wut", sagte Mélenchon. "Gebt euch nicht der Gefahr hin, dass sie euch Fehler begehen lässt, die nicht mehr rückgängig zu machen sind." Mélenchon, der mit gut 20 Prozent auf Platz drei landete, einen Einzug in die Stichwahl aber verpasste, rief zudem zum Weitermachen auf. "Solange das Leben weitergeht, geht auch der Kampf weiter."

Auch grüner Kandidat wirbt für Macron – und ermahnt ihn

Auch der grüne Kandidat Yannick Jadot rief zur Unterstützung von Macron auf: Damit solle die Rechte Marine Le Pen verhindert werden, sagte Jadot am Sonntagabend. "Niemand sollte die fundamentale Bedrohung, die die extreme Rechte für die Demokratie, den zivilen Frieden, die Ökologie und die Werte der Republik darstellt, herunterspielen."

Jadot mahnte zugleich Macron: "Unsere Stimme gilt nicht als Rückhalt für seine Verantwortung für die Zerrüttung des Landes durch klimapolitische Untätigkeit, soziales Versagen, Konformismus und demokratische Missachtung."

Rechtsextremer Zemmour für Le Pen: "Unsere Kultur verteidigen"

Der rechtsextreme Kandidat Eric Zemmour hingegen rief – zunächst als einziger gescheiterter Präsidentschaftskandidat – für die Stichwahl zur Wahl von Le Pen auf. "Ihr steht ein Mann gegenüber, der zwei Millionen Immigranten ins Land gelassen hat und während des Wahlkampfs nie über innere Sicherheit und Einwanderung geredet hat", sagte Zemmour am Sonntagabend mit Blick auf Präsident Emmanuel Macron. An seine Anhänger appellierte er, "für Marine Le Pen zu stimmen".

Eric Zemmour: Der Rechtsextremist räumt am Sonntagabend eigene Fehler ein.
Eric Zemmour: Der Rechtsextremist räumt am Sonntagabend eigene Fehler ein. (Quelle: Michel Euler/AP/dpa-bilder)

Angesichts seines Wahlergebnisses räumte Zemmour ein, dass er "Fehler gemacht" habe. Der Überraschungskandidat, der zeitweise Le Pen in den Umfragen überholt hatte, erzielte laut Hochrechnungen am Ende lediglich sieben Prozent der Stimmen. Er kündigte aber an, dass er sich weiter politisch engagieren wolle.

"Wir sind die einzigen, die unsere Zivilisation und Kultur verteidigen", sagte Zemmour, der zahlreiche prominente Unterstützer von Le Pen für sich gewonnen hatte. Unter ihnen ist auch Le Pens Nichte Marion Maréchal, die sich möglicherweise schon auf eine Präsidentschaftskandidatur 2027 vorbereitet.

Macron und Le Pen treten am 24. April gegeneinander an – eine Wiederauflage des Stichwahlduells von 2017, in dem Le Pen Macron letztlich klar unterlag. Umfragen sagten für dieses Mal aber einen deutlich knapperen Ausgang vorher. Immer wieder gewann in der Stichwahl der französischen Präsidentschaftswahl auch der Kandidat, der in der ersten Runde auf Platz zwei gelandet war.

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Von Nora Schiemann, Iliza Farukshina
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