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Alice Schwarzer kritisiert: "Selenskyj hört nicht auf zu provozieren"


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Alice Schwarzer: "Selenskyj hört nicht auf zu provozieren"

Von dpa
Aktualisiert am 08.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Alice Schwarzer bei einer Musical-Premiere (Archivbild): Die Feministin kritisiert den ukrainischen Präsidenten.
Alice Schwarzer bei einer Musical-Premiere (Archivbild): Die Feministin kritisiert den ukrainischen Präsidenten. (Quelle: C.Hardt/imago-images-bilder)
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Die "Emma"-Gründerin legt nach: In einem Interview fordert Alice Schwarzer den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zur Mäßigung auf. Sie bezeichnet seine Politik als "zum Teil fragwürdig".

Die Feministin Alice Schwarzer wünscht sich vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gemäßigtere Töne. "Ich bedauere, dass Selenskyj nicht aufhört zu provozieren", sagte sie am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München bei der Vorstellung des Dokumentarfilms "Alice Schwarzer". Würde Bundeskanzler Olaf Scholz der Einladung Selenskyjs folgen und am 9. Mai nach Kiew reisen, wäre das eine "Provokation ohne Gleichen". An dem Tag feiert Russland den sowjetischen Sieg über das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg.

"Ich würde mir doch ein bisschen nuanciertere Töne auch aus der Ukraine wünschen", sagte Schwarzer und betonte: Wenn man die offizielle Politik des Präsidenten "zum Teil fragwürdig" finde, bedeute das nicht, dass man nicht mit dem Land fühle oder die Opfer ignoriere – "ganz im Gegenteil".

Kritik an offenem Brief

Schwarzer steht seit Tagen wegen eines offenen Briefes an Scholz in den Schlagzeilen, in dem sie sich aus Furcht vor einer Ausweitung des Krieges mit anderen Intellektuellen gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ausspricht. Ihr wird vorgeworfen, die Rolle der Ukraine als Opfer des Angriffskrieges zu vernachlässigen und Russland Landgewinne zuzugestehen.

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Kritik kam unter anderem vom ehemaligen Boxweltmeister Wladimir Klitschko. "Blinder Pazifismus ist genauso gefährlich wie glückselige Kriegstreiberei", schrieb der Bruder des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Das absolut Gute ist nicht der Frieden, sondern die Freiheit und die Gerechtigkeit. Und um sie zu verteidigen, muss man kämpfen." Sehr harsch äußerte sich zudem der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, auf Twitter.

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Gleichzeitig gab es einen Gegenbrief, in dem Personen des öffentlichen Lebens sich für Lieferungen von schweren Waffen an die Ukraine aussprachen. Der Aufruf, den die Wochenzeitung "Die Zeit" veröffentlichte, wurde unter anderem unterzeichnet von dem Publizisten und ehemaligen Grünen-Politiker Ralf Fücks, den Schriftstellern Daniel Kehlmann und Maxim Biller, der früheren Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Marianne Birthler, der Autorin Eva Menasse, dem Springer-Verleger Mathias Döpfner und der Historikerin Hedwig Richter.

Angeblich 250.000 Unterschriften für "Emma"-Brief

Mit dem offenen Brief in der Zeitschrift "Emma", den auch Martin Walser, Juli Zeh und Gerhard Polt unterschrieben haben, sei die Debatte über das Pro und Kontra der Waffenlieferungen hierzulande voll entbrannt, so Schwarzer. "Unser offener Brief hat den Pfropfen aus der Flasche gehauen. Dadurch ist jetzt die Debatte einfach voll losgegangen und das ist gut. Denn über so lebenswichtige Fragen muss man reden." Den Brief hätten mittlerweile rund 250.000 Menschen unterschrieben. "Es gibt wenig in meinem Leben, was so viel Sinn gemacht hat wie das Initiieren dieses offenen Briefes."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Patrick Diekmann
Von Clara Lipkowski
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