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Russland will die Krim-Brücke unsichtbar machen

Von t-online, mk

05.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Russische Militär-Lkw auf einem Zug auf der Krim-Brücke kurz vor Beginn des Krieges: "Die längste Brücke Europas lässt sich nicht verstecken."
Russische Militär-Lkw auf einem Zug auf der Krim-Brücke kurz vor Beginn des Krieges: "Die längste Brücke Europas lässt sich nicht verstecken." (Quelle: imago-images-bilder)
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Über die Krim-Brücke bringt Russland große Mengen Kriegsgerät in die Ukraine. Das Bauwerk gilt deshalb als "Ziel Nummer eins" der Ukrainer.

"Ziel Nummer eins" nennt der ukrainische General Dmytro Martschenko die Krim-Brücke, über die Russland einen großen Teil seiner Invasionsarmee in der Ukraine mit Nachschub versorgt. Erst 2018 eröffnete Kremlchef Putin das knapp 20 Kilometer lange Bauwerk, das mit Schienen und Fahrbahnen die Meerenge zwischen der 2014 annektierten Krim und dem russischen Festland überwindet.

Die Zerstörung der Brücke wäre für die Ukraine nicht nur militärisch bedeutend, sondern hätte auch hohen Symbolwert – und könnte dank westlicher Waffen in greifbare Nähe rücken. In Russland jedenfalls scheint die Sorge vor einem Angriff zu wachsen. Ende voriger Woche hüllten Spezialfahrzeuge der Armee die Brücke in dichten weißen Rauch, wie dieses Video zeigt:

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"Die längste Brücke Europas lässt sich nicht verstecken"

Wie das kremlnahe Portal "Gazeta.ru" später mitteilte, handelte es sich dabei um eine Übung der Armee zum Schutz der Brücke gegen Angriffe aus der Luft. Der Sinn der Aktion steht allerdings infrage: "Russland ist wohl in Sorge um die Krim-Brücke wegen der neuen Langstreckenwaffen der Ukraine", kommentierte der Militärexperte Chris Owen die Bilder auf Twitter. "Aber die Brücke einzuräuchern ist witzlos, die längste Brücke Europas lässt sich nicht verstecken." Zumal es während der Übung offenbar zu einer Karambolage auf der Brücke kam, wie dieses Video zeigt:

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Auf eine Nebelwand allein will sich auch der Kreml nicht verlassen. Auf zwei kleinen Inseln nur wenige Meter östlich der Brücke haben Anfang der Woche zwei russische Lastschiffe mit seltsamer Ladung festgemacht. Eines der Boote ist auf diesem Video zu erkennen:

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Radarreflektoren sollen Raketen "ködern"

Bei den Objekten an Bord des Schiffes handelt es sich um Radarreflektoren, wie der Marineexperte H I Sutton berichtet: "Die dienen normalerweise als Übungsziele für die Schwarzmeerflotte, jetzt sollen sie offenbar ukrainische Raketen vom Ziel ablenken." Auf diesem auf Twitter geteilten Archivfoto sind die Reflektoren gut zu erkennen:

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Die vielen rechten Winkel der Metallobjekte erzeugen starke Radarreflektionen, sodass sie wie ein Köder für anfliegende Raketen wirken – und sie von ihrem Hauptziel ablenken.

"Russlands größte Verwundbarkeit ist die Korruption"

Aber liegt die Krim-Brücke überhaupt in Reichweite ukrainischer Raketen? Das nächste ukrainisch gehaltene Gebiet ist mindestens 250 Kilometer Luftlinie entfernt. Die in der Ukraine entwickelte Antischiffsrakete "Neptun" könnte diese Distanz überwinden, ebenso die kürzlich von Dänemark gelieferten "Harpoon"-Raketen. Gute 300 Kilometer schaffen auch die US-Raketenwerfer vom Typ Himars, über die die Ukraine inzwischen verfügt – allerdings nur mit der richtigen Munition. Aus Sorge vor einer Eskalation mit Russland liefert die US-Regierung bislang nur Himars-Munition mit 80 Kilometer Reichweite.

Selbst wenn die ukrainische Armee einige ihrer wenigen Raketen auf die Brücke feuern würde, wäre ein Erfolg fraglich. "Wenn der Sprengstoff auf der Fahrbahn explodiert, entsteht wahrscheinlich nur ein Loch, das schnell repariert werden kann", gibt Militärexperte Chris Owen zu denken. "Die einzig verlässliche Methode ist, die Stützpfeiler der Brücke so zu treffen, dass die Brücke einstürzt." Auch Angriffe mit Kampfflugzeugen oder -drohnen dürften angesichts der starken Luftabwehr rund um das Bauwerk kaum zum Erfolg führen, so Owen.

Der Militärexperte Gustav Gressel sieht noch eine weitere Möglichkeit: Ukrainische Spezialkräfte könnten die Brücke in die Luft sprengen, sagte er jüngst dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Zwar würde der russische Geheimdienst FSB das Bauwerk stark bewachen: "Russlands größte Verwundbarkeit ist aber die Korruption, vielleicht könnte es gelingen, Einsatzkräfte vor Ort zu bestechen, den Einsatz auszuführen."

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Von Martin Küper
Von Patrick Diekmann
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