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Nächste Provokation: Nordkorea feuert Artilleriegranaten auf Pufferzone


"Eskalation ist inakzeptabel"
Nordkorea feuert Granaten auf Pufferzone

Von dpa
04.11.2022Lesedauer: 2 Min.
North Korea SanctionsVergrößern des BildesKim Jong-un: Der nordkoreanische Machthaber provoziert Südkorea mit weiteren Militärmanövern. (Quelle: Korean Central News Agency/Korea News Service via AP/dpa-video)
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Immer wieder provoziert Nordkorea mit seinen Militärmanövern. Nun landeten Geschosse in einer Zone, die eigentlich Spannungen reduzieren soll.

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs über Nacht erneut Artilleriegeschosse in die Gewässer entlang der innerkoreanischen Seegrenze abgefeuert. Etwa 80 Artilleriegranaten seien vom späten Donnerstagabend (Ortszeit) an von der Ostküste Nordkoreas abgeschossen worden, teilte der Generalstab am Freitag mit.

Die Geschosse fielen demnach in die maritime Pufferzone, die 2018 zur Reduzierung der Spannungen eingerichtet worden war. Nordkorea wurde vorgeworfen, gegen das gemeinsame Militärabkommen verstoßen zu haben.

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Am Freitag sollte sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Thema befassen. UN-Resolutionen verbieten der selbsterklärten Atommacht Nordkorea die Erprobung von ballistischen Raketen jeglicher Reichweite, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen können. Seit Ende September hat Nordkorea trotz internationaler Kritik in ungewohnt hoher Frequenz Raketentests durchgeführt.

Steinmeier: "Eskalation ist inakzeptabel"

Die jüngsten Raketentests und die Artillerieübung wurden auch als Machtdemonstration gesehen. Nordkorea hatte Luftwaffenübungen der südkoreanischen und US-amerikanischen Streitkräfte in dieser Woche als Provokation verurteilt.

Als Reaktion auf die Raketentests hatten die beiden Länder beschlossen, die Übungen "Vigilant Storm" zu verlängern. Das Manöver solle nun einen Tag länger andauern und am Samstag enden, berichteten südkoreanische Sender unter Berufung auf Verteidigungsminister Lee Jong Sup.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verurteilte bei einem Besuch im südkoreanischen Seoul Nordkoreas jüngste Raketentests scharf und verlangte deren Einstellung. Seit Jahresbeginn sei eine beispiellose Testserie zu beobachten, die Raketensalven der vergangenen Tage hätten die Lage noch einmal erheblich verschärft, sagte Steinmeier am Freitag nach einem Gespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol. "Ich sage mit aller Deutlichkeit: Diese Eskalation ist inakzeptabel und allein das Regime in Pjöngjang ist dafür verantwortlich."

"Zur Unterstützung bereit"

Die Tests verletzten die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und gefährdeten die internationale Sicherheit. Er fordere Nordkorea auf, "die Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates vollständig umzusetzen und ernsthafte Verhandlungen über den Abbau seines nuklearen Raketenprogramms aufzunehmen", so Steinmeier.

Deutschland habe großen Respekt vor den unermüdlichen Bemühungen Südkoreas, den Verhandlungsprozess mit dem Ziel der Denuklearisierung Nordkoreas wieder in Gang zu setzen. "Deutschland steht dabei zur Unterstützung bereit", versicherte Steinmeier. "Dabei gilt eines: Nordkorea ist und bleibt zur kompletten, unumkehrbaren und überprüfbaren Beendigung seiner Programme zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketen verpflichtet."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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