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Russland: Das ist über Putins neue Hyperschallrakete "Zirkon" bekannt


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Darum kann Putins neue Rakete nicht abgefangen werden

Von dpa, t-online, cck

Aktualisiert am 05.01.2023Lesedauer: 3 Min.
Ein vom russischen Verteidigungsministerium verbreitetes Video soll den Start einer Zirkon-Rakete zeigen: Im Mai hatte Russland den ersten erfolgreichen Flug gemeldet. (Quelle: Glomex)
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Im Mai meldete Russland einen ersten erfolgreichen Flug, nun ist offenbar das erste Schiff bewaffnet: Die Hyperschallrakete Zirkon soll dem Land nach eigenen Angaben einen erheblichen Vorteil verschaffen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was sind Hyperschallraketen?
  • Was ist über die Zirkon-Rakete bekannt?
  • Was sind nun die nächsten Schritte?
  • Wie reagiert der Westen?

"Ohnegleichen" sei die neue Hyperschallrakete, mit der Russland künftig Kriegsschiffe bewaffnen will. "Ich bin sicher, dass solch eine mächtige Waffe es erlaubt, Russland zuverlässig vor äußeren Drohungen zu schützen und die nationalen Interessen unseres Landes abzusichern." Mit diesen großen Worten kündigte der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch das neue Waffensystem Zirkon an – und schickte ein mit der Rakete bewaffnetes Kriegsschiff auf Übungsmission. Ein Überblick:

Was sind Hyperschallraketen?

Für westliche Militärstrategen sind Hyperschallraketen ein Albtraum. Die Geschosse lassen sich im Gegensatz zu anderen Raketensystemen auch nach Abschuss noch steuern und erreichen ein Mehrfaches der Schallgeschwindigkeit von 1.235 km/h. Durch diese Kombination aus Steuerbarkeit und Geschwindigkeit können sie von Luftabwehrsystemen praktisch nicht abgefangen werden.

Hyperschallraketen zählen deswegen zu einer neuen Klasse von Waffensystemen, ihre Entwicklung könnte ein Wettrüsten in Gang setzen. Russland hat 2017 als erstes Land eine solche Rakete in den Dienst genommen, auch China und die USA arbeiten an solchen Waffen.

Russland hat bereits zwei einsatzbereite Hyperschallraketen: die Kinschal, die von Flugträgern aus abgefeuert wird, und die landgestützte Awangard (mehr dazu lesen Sie hier). Die Kinschal-Rakete ist offenbar bereits einige Male in der Ukraine eingesetzt worden. Experten sehen darin keinen taktischen Vorteil. Es sei möglich, dass der Einsatz dazu diene, die Waffe in einem operativen Umfeld auszuprobieren, schrieb Militärexperte Douglas Barrie von der britischen Denkfabrik IISS im April nach einer der möglichen Kinschal-Operationen.

Was ist über die Zirkon-Rakete bekannt?

Mit dieser Zirkon-Bewaffnung rüstet Russland erstmals ein Kriegsschiff mit einer solchen Waffe aus. Vieles ist geheim, es existiert bislang auch kaum Bildmaterial von der Waffe.

Russischen Angaben zufolge hat sie eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern, kann auf bis zu 8.000 bis 9.000 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Sie kann sowohl gegen feindliche Schiffe als auch gegen Bodenziele eingesetzt werden.

Im Mai hatte Russland den ersten erfolgreichen Flug der Rakete gemeldet. Sie wurde den Angaben zufolge von einer Fregatte in der Barentssee in Richtung eines Ziels im Weißen Meer abgefeuert und flog rund 1.000 Kilometer. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte damals ein Video, das angeblich den Start zeigt:

Was sind nun die nächsten Schritte?

Die Raketen sind am Mittwoch erstmals auf einem Kriegsschiff für eine Übungsmission in Betrieb genommen worden. Die Fregatte "Admiral Gorschkow" gehört zu Russlands Nordmeerflotte und soll nun auf eine lange Seereise in den Atlantischen und Indischen Ozean geschickt werden, um Russlands Seemacht zu demonstrieren. Künftig sollen nach russischen Plänen Kreuzer, Fregatten und U-Boote mit Raketen dieser Art bewaffnet werden.

Wie die US-Nachrichtenagentur AP berichtet, sind einige Militärexperten der Meinung, dass ein einzelnes Schiff mit Hyperschallraketen den Seestreitkräften der USA nicht gewachsen sei. Andere hingegen merkten an, dass es Putins Strategie sein könnte, die Fregatte in der Nähe der US-Küste zu stationieren, um den Druck im Ukraine-Krieg zu erhöhen.

Die "Admiral Gorschkow": Sie soll auf eine lange Seereise in den Atlantischen und Indischen Ozean geschickt werden, um Russlands Seemacht zu demonstrieren.
Die "Admiral Gorschkow": Sie soll auf eine lange Seereise in den Atlantischen und Indischen Ozean geschickt werden, um Russlands Seemacht zu demonstrieren. (Quelle: Pavel Lvov/SNA/imago images)

Wie reagiert der Westen?

Das US-Verteidigungsministerium teilte nach der Inbetriebnahme am Mittwoch mit, es beobachte das Schiff. Allerdings halte man es nicht für eine Bedrohung, der nicht begegnet werden könne. Ein Pentagon-Sprecher sagte: "Während wir uns nicht zu spezifischen Fähigkeiten äußern oder über Hypothesen spekulieren, bleibt das Verteidigungsministerium zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, unsere Gegner abzuschrecken und die nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten zu jeder Zeit und an jedem Ort zu verteidigen."

Westliche Experten hatten in der Vergangenheit zudem immer wieder Zweifel angemeldet, ob die russischen Hyperschallraketen tatsächlich so potent sind und die Steuerung so präzise ist wie von der russischen Führung propagiert.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • apnews.com: Russia’s hypersonic missile-armed ship to patrol global seas (englisch)
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