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Israel-Gaza-Krieg | Israel: Mehrere Hamas-Kommandanten getötet


Israel: Mehrere Hamas-Kommandanten getötet

Von afp, dpa, Reuters, csi, mam, fho, lw

Aktualisiert am 11.12.2023Lesedauer: 27 Min.
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Aufnahmen zeigen das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen. (Quelle: dpa)
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Israel will mehrere Hamas-Kommandeure getötet haben. Netanjahu fordert die Terroristen zur Aufgabe auf. Alle Infos im Newsblog.

Hamas-Terroristen haben am 7. Oktober die Grenze zu Israel überquert und Massaker angerichtet. Israel greift seither Ziele im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen an. Dieser Newsblog informiert Sie über die aktuellen Entwicklungen:

Offenbar massive Angriffe auf Chan Junis

5.55 Uhr: Die israelische Armee hat ihre Militäroffensive im Gazastreifen trotz neuer Drohungen der Hamas mit unverminderter Härte fortgesetzt. Ein AFP-Reporter berichtete in der Nacht zum Montag von massiven Luftangriffen auf die Stadt Chan Junis im Süden des Palästinensergebiets. Die militante Palästinensergruppe Islamischer Dschihad meldete heftige Kämpfen in der Stadt Gaza. Die Hamas warnte, dass die von ihr festgehaltenen Geiseln den Gazastreifen nur dann lebend verlassen könnten, wenn Israel einem Gefangenenaustausch und Verhandlungen zustimme.

Israels Armee meldete am Montagmorgen neue Raketenangriffe aus dem Gazastreifen. Am Sonntag hatten sich israelische Soldaten demnach "erbitterte Kämpfen" mit palästinensischen Kämpfern in der Stadt Gaza sowie in Chan Junis geliefert. "Ich will nicht sagen, dass wir unsere volle Kraft einsetzen, aber wir setzen eine signifikante Kraft ein und erzielen signifikante Ergebnisse", erklärte Generalstabschef Herzi Halevi.

Israel: Mehrere Hamas-Kommandanten getötet

3.53 Uhr: Wie die israelische Armee am Sonntagabend weiter mitteilte, seien mehrere Kommandanten von zwei nördlichen Hamas-Brigaden, denen rund 14.500 Mann unterstünden, getötet worden. Die Armee veröffentlichte dazu die Namen der "eliminierten" Männer. Einer soll Emad Krikae sein, angeblich Kommandeur der Einheiten in Shejaiya, einem Teil von Gaza. Das israelische Militär hat seit Beginn des Krieges im Gazastreifen vor gut zwei Monaten nach eigenen Angaben schon mehr als 22.000 Ziele angegriffen. Das von Israel abgeriegelte Küstengebiet am Mittelmeer ist flächenmäßig nur etwas größer als die Stadt München.

Netanjahu fordert Hamas-Terroristen zur Niederlegung der Waffen auf

20.14 Uhr: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Terroristen der Hamas im Gazastreifen aufgerufen, ihre Waffen unverzüglich niederzulegen. Zahlreiche Kapitulationen der vergangenen Tage wiesen darauf hin, dass sich die Terrororganisation ihrem Ende nähere, erklärt Netanjahu am Sonntag.

"Sie legen ihre Waffen nieder und ergeben sich unseren heldenhaften Soldaten. Das wird noch eine Weile dauern. Der Krieg geht weiter, aber dies ist der Anfang vom Ende der Hamas", heißt es in Netanjahus Erklärung. "Ich sage den Hamas-Terroristen: Das ist das Ende. Sterbt nicht für Sinwar", den Hamas-Chef im Gazastreifen. "Ergebt euch – jetzt", fügte Netanjahu hinzu.

Netanjahu sprach von Dutzenden Kapitulationen. Das Militär hat allerdings noch keine Beweise dafür vorgelegt, und die Hamas hat bisher alle entsprechenden Berichte zurückgewiesen.

Netanjahu: Iranischer Plan zu Anschlägen auf Israelis in Zypern aufgedeckt

18.53 Uhr: Israel und Zypern haben nach israelischen Angaben Anschlagspläne des Iran gegen Israelis auf der Mittelmeerinsel aufgedeckt. Den zyprischen Sicherheitsbehörden und der Polizei sei es in Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad gelungen, die "terroristische Infrastruktur" noch während der Planungsphase zu zerschlagen, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Sonntag mit.

Die zyprische Polizei wollte zunächst nur bestätigen, dass zwei Menschen aus Gründen der "nationalen Sicherheit" festgenommen worden seien. "Wir ermitteln in einem Fall von Terrorismus", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Laut der Zeitung "Kathimerini Cyprus" handelt es sich bei den Festgenommen um zwei iranische Flüchtlinge mit mutmaßlichen Verbindungen zu den Revolutionsgarden. Sie hatten demnach gerade begonnen, Informationen über mögliche Ziele zu sammeln. Die beiden warteten nun auf ihre Abschiebung.

WHO-Chef fordert bei Sondersitzung erneut Feuerpause im Gazastreifen

17.34 Uhr: Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat am Sonntag die verheerende Lage im Gaza-Streifen geschildert. "Die Folgen des Konflikts auf die Gesundheit sind katastrophal", sagte er zum Auftakt einer Sondersitzung des WHO-Exekutivrats in Genf. Der Rat nahm am Abend ohne Abstimmung eine Resolution an, die unter anderem eine Ausweitung der humanitären Hilfslieferungen fordert. Die USA, Deutschland und andere Länder bemängelten, dass der Terroranschlag auf Israel am 7. Oktober in dem Text nicht erwähnt und verurteilt wird.

Tedros verurteilte den Angriff palästinensischer Terroristen auf Israel am 7. Oktober, bei dem rund 1.200 Menschen getötet und misshandelt und mehr als 240 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Er verstehe die Wut, Trauer und Angst in Israel nach den Anschlägen. Er verstehe auch die Wut, Trauer und Angst der Bevölkerung des Gazastreifens, die bereits 16 Jahre unter einer Blockade durch Israel gelitten hätten und nun die Zerstörung ihrer Familien, ihrer Wohnungen und ihres Lebens erlebten. Er forderte erneut eine humanitäre Feuerpause, um den Menschen helfen zu können.

Bisher 3.500 Lastwagen mit Hilfsgütern im Gazastreifen angekommen

16.28 Uhr: Im Gazastreifen sind seit Wiederöffnung der Grenze zu Ägypten am 21. Oktober etwa 3.500 Lastwagen mit Hilfsgütern in dem abgeriegelten Küstengebiet eingetroffen. Das teilt der Palästinensische Rote Halbmond mit. 100 Lkw seien am Samstag über den Grenzübergang Rafah nach Gaza gekommen. Sie hätten wie zuvor Essen, Wasser und Arzneimittel geladen. Die Gesamtzahl von 3.500 Lastwagen entspricht 70 Lkw pro Tag. Vor Beginn des Gaza-Kriegs fuhren rund 500 Lastwagen täglich mit humanitären Gütern in das Gebiet.

Israel bestreitet Behinderung der humanitären Hilfe für Gaza

16.25 Uhr: Israel bestreitet die Verantwortung für die zunehmende humanitäre Krise im umkämpften Gazastreifen. "Die internationalen Organisationen schaffen es nicht, Hilfsgüter in dem Tempo zu verteilen, wie Israel die Lieferungen inspiziert", sagt Regierungssprecher Eilon Levi. Seit Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober seien 63.000 Tonnen an Hilfsgütern in den abgeriegelten Küstenstreifen gelangt, darunter 6.500 Tonnen an medizinischem Bedarf.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hatte kurz zuvor erklärt, für die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen fast keine humanitäre Hilfe mehr leisten zu können. Es fehle an allem Wesentlichen – an Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und medizinischer Betreuung, hatte Martin Frick in Dubai gesagt, Leiter des Berliner Büros des Programms. Die Organisation betreibt dort ein Warenlager für die Gaza-Hilfe. Frick zufolge ist es zunehmend schwierig, die Güter im Gazastreifen unter Kriegsbedingungen zu verteilen.


Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters
  • Eigene Recherche
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