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Internationale Allianz fĂŒr Kohleausstieg – ohne Deutschland

Von dpa-afx, afp, rok

Aktualisiert am 16.11.2017Lesedauer: 3 Min.
Greenpeace-Aktivisten demonstrieren in Berlin fĂŒr einen Kohleausstieg: Auf der Weltklimakonferenz hat sich eine große Allianz von LĂ€ndern zum Kohleausstieg bekannt. Deutschland mischt nicht mit.
Greenpeace-Aktivisten demonstrieren in Berlin fĂŒr einen Kohleausstieg: Auf der Weltklimakonferenz hat sich eine große Allianz von LĂ€ndern zum Kohleausstieg bekannt. Deutschland mischt nicht mit. (Quelle: dpa-bilder)
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WĂ€hrend Deutschland im Bann der Jamaika-Verhandlungen steht, prĂ€sentiert sich bei der Weltklimakonferenz in Bonn eine große Koalition gegen die Kohle. Ausgerechnet der Gastgeber glĂ€nzt mit Abwesenheit – "peinlich", sagen UmweltschutzverbĂ€nde.

Die GrĂŒndung einer globalen Allianz fĂŒr den Kohleausstieg bei der UN-Klimakonferenz in Bonn erhöht den Druck auf eine kĂŒnftige Bundesregierung, dem klimaschĂ€dlichen EnergietrĂ€ger den RĂŒcken zu kehren. Großbritannien und Kanada verkĂŒndeten am Donnerstag die Partnerschaft, der 20 LĂ€nder, darunter Frankreich und Italien, sowie sechs weitere Partner angehören. Umweltorganisationen warnten, angesichts des weltweiten Trends zum Kohleausstieg drohe Deutschland den Anschluss zu verpassen.


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Merkel beim Kohleausstieg unkonkret

Das BĂŒndnis stellte sich damit nur einen Tag nach der Rede Angela Merkel auf der Klimakonferenz auf. Merkel war dabei unkonkret geblieben, wie und wann Deutschland aus der sehr klimaschĂ€dlichen Kohlenutzung aussteigen werde. UmweltschutzverbĂ€nde zeigten sich schwer enttĂ€uscht.

Kohle sei der "schmutzigste fossile EnergietrĂ€ger", sagte die kanadische Umweltministerin Catherine McKenna. Der deutlich gefallene Preis erneuerbarer Energien mache einen Kohleausstieg ohne wirtschaftliche Nachteile möglich. "Der Markt hat sich bewegt, die Welt hat sich bewegt, die Kohle kommt nicht zurĂŒck", fĂŒgte McKenna hinzu.

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Bis zum nĂ€chsten UN-Klimagipfel Ende 2018 in Kattowitz will das BĂŒndnis mindestens 50 Partner vereinen - vielleicht wĂŒrden es aber auch "deutlich mehr", sagte die britische Energie-Staatsministerin Claire Perry. Es gebe einen "unglaublichen Schwung" fĂŒr den Kohleausstieg. Ihr Land habe den Anteil der Kohle an der Stromerzeugung in den vergangenen fĂŒnf Jahren von 40 Prozent auf zwei Prozent zurĂŒckgefahren und dabei "kein Wachstum geopfert".

Großbritannien will die Kohlenutzung bis 2025 beenden, Kanada bis 2030. Frankreich will es bereits bis 2021 schaffen. Der Umweltminister des Partnerlands Österreich, AndrĂ€ Rupprechter, warb dafĂŒr, außer auf Kohle auch auf Atomkraft zu verzichten.

Kohle gefÀhrdet Menschenleben

In einer gemeinsamen ErklĂ€rung des BĂŒndnisses hieß es, der Ausstieg aus der Kohleverstromung sei "einer der wichtigsten Schritte" von Regierungen, um das Pariser Abkommen umzusetzen. Kohle gefĂ€hrde Menschenleben ĂŒberdies durch die Verursachung von Atemwegserkrankungen.

Derzeit betrĂ€gt der Anteil der Kohle an der weltweiten Energiegewinnung dem BĂŒndnis zufolge fast 40 Prozent. Um das Pariser Abkommen zu erfĂŒllen, das eine Begrenzung der ErderwĂ€rmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vorsieht, mĂŒssten die LĂ€nder der EuropĂ€ischen Union und der Organisation fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bis spĂ€testen 2030 aus der Kohle aussteigen, der Rest der Welt bis spĂ€testens 2050.

Deutschland unter Zugzwang

Das internationale BĂŒndnis bringt Deutschland weiter unter Druck. Umweltorganisationen und auch eine Reihe von deutschen Unternehmen fordern einen Kohleausstieg, bei den derzeitigen Jamaika-Sondierungen ist diese Forderung jedoch hoch umstritten.

"Der weltweite Abschied von der Kohle hat begonnen und Deutschland droht den Anschluss zu verpassen", erklĂ€rte der Politische GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Germanwatch, Christoph Bals, mit Blick auf die neue Allianz. Vom Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hieß es: "Deutschland droht zum Fossil der internationalen Klimapolitik zu werden."

Der WWF Deutschland nannte die Allianz "ein Signal, das wir uns derzeit stĂ€rker kaum wĂŒnschen könnten". "Es ist peinlich, dass Deutschland - ehemals Vorreiter beim Klimaschutz - nicht dabei ist", kritisierte WWF-Klimaexperte Michael SchĂ€fer. Die Chefin der European Climate Foundation, Laurence Tubiana, lobte die Initiative als "ein großartiges Beispiel fĂŒr die FĂŒhrung, die wir brauchen, um das Wettrennen gegen den Klimawandel zu gewinnen".

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Von Fabian Reinbold, Schloss Elmau
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