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London: Julian Assange gibt Posten als Chefredakteur von Wikileaks auf

Aus dem Exil heraus  

Julian Assange gibt Posten als Chefredakteur von Wikileaks auf

27.09.2018, 16:35 Uhr | dpa

London: Julian Assange gibt Posten als Chefredakteur von Wikileaks auf. Julian Assange steht auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London: Seit 2012 lebt der WikiLeaks-Gründer dort im politischen Asyl. (Quelle: Reuters/Archivbild)

Julian Assange steht auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London: Seit 2012 lebt der WikiLeaks-Gründer dort im politischen Asyl. (Quelle: Archivbild/Reuters)

Er befürchtet an die USA ausgeliefert zu werden. Seit über 6 Jahren lebt Julian Assange deshalb im politischen Asyl. Nun tritt er von seinem Posten als Wikileaks-Chefredakteur zurück.

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seinen Posten als Chefredakteur der Enthüllungsplattform abgegeben. Er bleibe aber weiterhin Herausgeber, hieß es in der Mitteilung von Mittwoch. Neuer Wikileaks-Chefredakteur soll der isländische Journalist Kristinn Hrafnsson werden.

Grund für den Wechsel sind Wikileaks zufolge die eingeschränkten Möglichkeiten zu kommunizieren, die Assange in seinem Exil in der Londoner Botschaft Ecuadors. Die ecuadorianische Regierung hatte Assange vor mehr als einem halben Jahr Internet- und Telefonleitungen gekappt. Besucht werden darf er nur noch von seinen Anwälten.

Ecuadorianische Botschaft seit 2012 nicht verlassen

Assange sitzt seit mehr als sechs Jahren in der Botschaft fest, um sich einer von ihm befürchteten Auslieferung an die USA zu entziehen. Washington macht ihn unter anderem für die Veröffentlichung brisanter US-Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak auf der Wikileaks-Plattform verantwortlich.

Assange weigert sich, die Botschaft zu verlassen, solange ihm keine Garantie gegeben wird, dass er nicht an die USA ausgeliefert wird. Die britische Polizei will Assange festnehmen, weil er mit seiner Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen habe. Ermittlungen gegen ihn wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden - wegen der er ursprünglich in Großbritannien festgesetzt worden war - wurden inzwischen eingestellt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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