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Überfall auf Nordkoreas Botschaft in Madrid: CIA unter Verdacht

Kommando-Aktion in Madrid  

Berichte: CIA bei Überfall auf Nordkoreas Botschaft beteiligt

13.03.2019, 19:07 Uhr
Überfall auf Nordkoreas Botschaft in Madrid: CIA unter Verdacht. Ziel eines Überfalls: Die Botschaft Nordkoreas im Norden der spanischen Hauptstadt Madrid. (Quelle: Screenshot Google Street View)

Ziel eines Überfalls: Die Botschaft Nordkoreas im Norden der spanischen Hauptstadt Madrid. (Quelle: Screenshot Google Street View)

Ein Überfall in Madrid hat das Zeug zu großen internationalen Verwicklungen. Die CIA soll bei einem Überfall auf Nordkoreas Botschaft in Madrid beteiligt gewesen sein. 

Mindestens zehn maskierte Männer, die mit echt aussehenden Schusswaffen in eine Botschaft stürmen, die Mitarbeiter fesseln und unter Schlägen befragen, ehe sie mit Datenträgern und Handys flüchten: Drei Wochen später berichten nun spanische Medien davon – und melden, dass es sich mutmaßlich um kein gewöhnliches Verbrechen handelt.

Der US-Geheimdienst CIA gerät unter Verdacht, fünf Tage vor Trumps Atom-Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Überfall auf Nordkoreas Botschaft beteiligt gewesen zu sein. US-Stellen hätten eine Verwicklung aus Sicht Spaniens wenig überzeugend zurückgewiesen. 

Beteiligte durch Überwachungsvideos identifiziert

Spaniens meistgelesene Zeitung "El Pais" berichtete am Mittwoch, dass der spanische Geheimdienst eine Kommando-Operation unter Beteiligung der CIA  und des südkoreanischen Geheimdienstes vermutet. Sicherheitskräfte hätten demnach anhand von Bildern der Überwachungskamera Beteiligte bei dem Vorfall am 22. Februar identifizieren können. Zwei identifizierte Männer hätten Verbindung zur CIA.

"El Pais" und bereits zuvor die Zeitung "El Confidencial" berufen sich auf den spanischen Geheimdienst CNI, der am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht Stellung nehmen wollte.

Spaniens Außenministerium erklärte zur Frage möglicher diplomatischer Verwicklungen mit den USA lediglich, es gebe laufende Ermittlungen, berichtet der "Guardian". "El Pais" zitiert Regierungsquellen, es werde schwierig, die Verwicklung der CIA vor Gericht nachzuweisen.

Vier Stunden in der Gewalt der Eindringlinge

Die ungebetenen Besucher kamen den Berichten zufolge am frühen Nachmittag zeitgleich in die Botschaft und zogen den insgesamt acht Mitarbeitern Tüten über die Köpfe. Eine Frau habe entkommen können, aber nur Koreanisch gesprochen. Die daraufhin von Nachbarn alarmierte Polizei sei von einem Mann mit asiatischen Gesichtszügen weggeschickt worden, schreibt "El Confidencial".

Wenig später seien ein Audi und ein Mercedes der Botschaft mit hoher Geschwindigkeit vom Gelände gefahren. Nach rund vier Stunden war das Botschaftschaftspersonal nun nicht mehr in der Gewalt der Eindringlinge. Computer und Handys sollen die Angreifer mitgenommen haben. 

Ein Mann, der wie der Anführer gewirkt habe, haben den Handelsattaché befragt. Er ist der ranghöchste Vertreter, weil Botschafter Kim Hyok-Chol in Folge der Atomtests 2017 ausgewiesen wurde. Die spanischen Zeitungen wollen von ihren Quellen erfahren haben, dass Informationen über den ausgewiesenen Botschafter Ziel des Überfalls waren. 


Kim Hyok-Chol gilt als enger Vertrauter von Kim Jong Un und war auf nordkoreanischer Seite Ansprechpartner des US-­Sondergesandten Stephen Biegun bei der Vorbereitung des Gipfeltreffens von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber in Vietnam.

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