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Macrons Gattin beleidigt: Paulo Coelho entschuldigt sich für Bolsonaro

Macrons Gattin beleidigt  

Star-Autor Coelho entschuldigt sich bei Franzosen für Staatschef

27.08.2019, 18:11 Uhr | AFP, pdi, dpa

 (Quelle: t-online.de)
Wegen seiner Frau: Macron außer sich beim G7-Gipfel

Eigentlich sollte es beim G7-Gipfel in Biarritz um die großen weltpolitischen Themen gehen. Doch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sah sich am Montag gezwungen, zu etwas deutlich Persönlicherem Stellung zu nehmen. (Quelle: t-online.de)

Böse Attacken gegen das Ehepaar Macron: Der französische Präsident hatte sich beim G7-Gipfel vehement gegen die Aussagen von Brasiliens Jair Bolsonaro gewehrt. (Quelle: t-online.de)


Brasiliens Präsident Bolsonaro hat eine Beleidigung der Gattin des französischen Staatschefs Macron gebilligt – und damit für Empörung gesorgt. Nun entschuldigt sich Star-Autor Paulo Coelho bei allen Franzosen. 

Peinlich berührt von den Tiraden seines Präsidenten gegen Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho um Entschuldigung gebeten. "Entschuldigung, tausendfach Entschuldigung", schrieb Coelho beim Kurzmitteilungsdienst Twitter. In einem dort veröffentlichten Video sagt der Autor des weltbekannten Buches "Der Alchemist": "Das ist ein etwas trauriges Video, um meine französischen Freunde für die Krise um Entschuldigung zu bitten, ich würde von Hysterie Bolsonaros gegenüber Frankreich, dem Präsidenten Frankreichs, der Frau des Präsidenten Frankreichs sprechen."

Der 1947 in Rio de Janeiro geborene Schriftsteller fährt mit Blick auf die brasilianische Regierung fort: "Während Amazonas brennt, haben sie keine Argumente, beleidigen nur, leugnen, sagen irgendetwas, nur um ihrer Verantwortung nicht nachzukommen." Das sei ein "düsterer Augenblick in Brasilien, das wird vorübergehen wie die Nacht (...) und ich bitte Sie um Entschuldigung", sagt der für die Vereinten Nationen als Friedensbotschafter tätige Coelho, der sich in seiner Heimat für Benachteiligte einsetzt.

Heftiger Schlagabtausch

Macron und Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatten sich in den vergangenen Tagen einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Bolsonaro hatte mit der Billigung eines sexistischen Facebook-Beitrags über Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron für Empörung gesorgt. Emmanuel Macron verurteilte Bolsonaros Verhalten als "überaus respektlos" und deutete seine Hoffnung auf ein baldiges Ende von dessen Amtszeit an. Der Brasilianer antwortete, er könne die "Attacken" Macrons nicht akzeptieren.


Der ultrarechte brasilianische Staatschef hatte sich zuvor mit Blick auf die Brände jegliche Einmischung aus dem Ausland verbeten. Dass Macron beim G7-Gipfel in Abwesenheit der Länder der Amazonas-Region über die Waldbrände sprach, offenbare eine "kolonialistische Mentalität". Macron kündigte daraufhin wegen der Umweltpolitik Bolsonaros eine Blockade des Freihandelsabkommens mit dem südamerikanischen Wirtschaftsblock Mercosur an.

Im ökologisch sensiblen Amazonasgebiet lodern derzeit Tausende Waldbrände, vor allem Brasilien ist betroffen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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