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Nordkorea und USA: So denkt Kim Jong Un über Donald Trump

Atomkonflikt mit USA  

Charme-Offensive aus Nordkorea: Beziehung zu Trump sei besonders

24.10.2019, 15:16 Uhr | AFP

Eine "besondere" Beziehung: Trump und Kim

Laut einem Bericht der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA wollen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ihre politische Beziehung stärken. (Quelle: Reuters)

Laut nordkoreanischer Nachrichtenagentur KCNA: Kim bezeichnet das Verhältnis zu Trump als "besonders“ und kündigt Zukunftspläne an. (Quelle: Reuters)


In der Atomfrage ist keinerlei Einigung zwischen Nordkorea und den USA in Sicht. Dabei überbieten sich Donald Trump und Kim Jong Un geradezu im Bekunden ihrer innigen Beziehung.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump pflegen einem nordkoreanischen Regierungsvertreter zufolge eine "besondere Beziehung". Der außenpolitische Berater Kim Kye Gwan sagte laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Donnerstag zugleich, politische Entscheidungsträger in Washington seien allgemein "feindlich" gegenüber Pjöngjang eingestellt. Nach Ansicht von Experten deuten die Äußerungen darauf hin, dass Kim eine Vereinbarung über das nordkoreanische Atomabkommen weiterhin mit Trump persönlich aushandeln will.

Kim habe ihm "vor wenigen Tagen" gesagt, dass sein Verhältnis zu Trump "besonders" sei, sagte der außenpolitische Berater Kim laut KCNA. Insgesamt seien die Regierungsvertreter in Washington aber in einer "Mentalität des Kalten Krieges verfangen und ideologisch voreingenommen".

"Wir kommen gut miteinander aus"

Auch Trump betont regelmäßig sein enges Verhältnis zu Kim. "Ich mag ihn. Er mag mich", sagte der US-Präsident kürzlich. "Wir kommen gut miteinander aus. Ich respektiere ihn. Er respektiert mich."

Der Nordkorea-Experte Koh Yu Hwan von der Dongguk-Universität in Seoul wertet die neuen Äußerungen aus Pjöngjang als Versuch, in direkte Verhandlungen mit Trump über das nordkoreanische Atomprogramm zu kommen. Pjöngjang gehe davon aus, dass sich andere US-Vertreter einer Aufhebung der Sanktionen ohne eine vorherige Denuklearisierung Nordkoreas widersetzen würden.

Parteien stehen am Scheideweg

Die nordkoreanische Führung sende die Botschaft, dass die Gespräche scheitern würden, sollte nicht Trump selbst Verhandlungspartner sein – und dass die beiden Staaten nun "am Scheideweg" stünden, sagte Koh.

Er hoffe, dass auf der Grundlage der "engen Beziehung" zwischen Kim und Trump eine "Antriebskraft" entstehe, durch die "alle Hindernisse überwunden" werden könnten, sagte der nordkoreanische Außenpolitik-Berater Kim.
 

 
Donald Trump und Kim Jong Un hatten sich erstmals im Juni vergangenen Jahres in Singapur zu einem Atomgipfel getroffen. Kim sagte damals zu, die Denuklearisierung seines Landes voranzutreiben. Seither sind die Atomgespräche zwischen Washington und Pjöngjang jedoch nicht mehr von der Stelle gekommen. Ein Gipfeltreffen in Hanoi im Februar brachen Trump und Kim ergebnislos ab.

Anfang Oktober scheiterten Atomgespräche zwischen nordkoreanischen und US-Unterhändlern erneut. Nordkorea forderte Washington wiederholt zu einem neuen "Ansatz" bei den Atomverhandlungen bis Ende des Jahres auf.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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