Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

USA: Kongress erkennt Völkermord an den Armeniern an

Trotz Widerstand der Republikaner  

US-Kongress erkennt Völkermord an den Armeniern an

12.12.2019, 22:28 Uhr | AFP

USA: Kongress erkennt Völkermord an den Armeniern an. Armenische und US-Flaggen bei einer Demonstration 2018 in Los Angeles: Deutschland hatte das Massaker an den Armeniern bereits 2016 als Völkermord eingestuft.  (Quelle: imago images/Ringo Chiu)

Armenische und US-Flaggen bei einer Demonstration 2018 in Los Angeles: Deutschland hatte das Massaker an den Armeniern bereits 2016 als Völkermord eingestuft. (Quelle: Ringo Chiu/imago images)

Vor rund 100 Jahren wurden im osmanischen Reich über eine Millionen Armenier systematisch getötet. Jetzt haben die USA das Ereignis als Völkermord anerkannt – eine scharfe Reaktion aus der Türkei ist zu erwarten.

Der US-Kongress hat die Massaker an den Armeniern im Ersten Weltkrieg offiziell als Völkermord eingestuft. Der Senat beschloss am Donnerstag einstimmig eine entsprechende Resolution, die bereits im Oktober vom Repräsentantenhaus beschlossen worden war. In den vergangenen Wochen war der Text in der Kongresskammer drei Mal am Widerstand republikanischer Senatoren gescheitert.

Nach armenischer Darstellung wurden zwischen 1915 und 1917 im Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet. Die Türkei spricht von wesentlich geringeren Opferzahlen und weigert sich, die Massaker als Völkermord anzuerkennen.

Als erstes großes europäisches Land stufte Frankreich 2001 die Massaker offiziell als Genozid ein. Der deutsche Bundestag tat dies im Juni 2016, was eine schwere diplomatische Krise mit der Türkei auslöste.

Als das US-Repräsentantenhaus Ende Oktober für die Armenien-Resolution stimmte, führte dies zu scharfem Protest aus Ankara. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete den Vorwurf des Völkermords als "die größte Beleidigung unseres Volkes".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal