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Nach Start der SpaceX-Rakete: Elon Musk stichelt gegen Russland

Nach Raketenstart  

SpaceX-Chef Musk stichelt gegen Russland

31.05.2020, 15:37 Uhr | AFP

Mit SpaceX-Rakete: Erstmals wieder US-Raumfahrer auf dem Weg zur ISS

Das erste Mal seit neun Jahren haben die USA am Samstag wieder Astronauten zur Internationalen Raumstation geschickt. US-Präsident Trump feierte den Raketenstaat als "heldenhafte Tat". (Quelle: t-online.de)

SpaceX: Erstmals seit neun Jahren sind amerikanische Astronauten zur ISS aufgebrochen – im Rahmen einer Premiere. (Quelle: t-online.de)


In wenigen Stunden wird die Rakete von Elon Musk hoffentlich erfolgreich an der ISS andocken. Der Unternehmer muss vorher aber allem Anschein nach noch ein wenig gegen Russland austeilen.

Wer zuletzt lacht, lacht am besten – nach diesem Motto hat sich SpaceX-Gründer Elon Musk nach dem erfolgreichen Start einer bemannten US-Raumfahrtmission auf Kosten des Chefs der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos amüsiert. "Das Trampolin funktioniert", sagte der Unternehmer am Samstag bei einer Pressekonferenz mit Nasa-Chef Jim Bridenstine zum Start einer SpaceX-Rakete mit zwei US-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS. Danach lachten beide Männer – und lösten in Online-Netzwerken weiteren Spott über Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin aus.

Mit dem Trampolin zur ISS?

"Das ist ein Insider-Witz", sagte Musk über seine Trampolin-Äußerung. Rogosin hatte sich einst darüber mokiert, dass US-Astronauten jahrelang auf russische Raketen angewiesen waren, um zur ISS zu kommen. Die Nasa könne ihre Astronauten ja auch "mit einem Trampolin zur ISS" befördern, scherzte der Roskosmos-Chef dabei.

Nach dem erfolgreichen Start der Falcon-9-Rakete von SpaceX mit einer bemannten Dragon-Kapsel bekam Rogosin in Onlinenetzwerken wie Twitter nun einiges zu hören. "Wie gefällt Dir das, Dmitri Rogosin?", schrieb etwa ein Twitter-Nutzer mit Blick auf den US-Erfolg.

"Verstehen die Hysterie nicht"

Rogosin reagierte nicht auf die Sticheleien, sein Sprecher fühlte sich aber schließlich zu einer Reaktion genötigt. "Wir verstehen nicht wirklich die Hysterie wegen des erfolgreichen Starts eines Crew-Dragon-Raumschiffs", schrieb Wladimir Ustimenko auf Twitter. "Was vor langer Zeit hätte passieren sollen, ist nun passiert."

Alexej Puschkow, Mitglied des russischen Oberhauses, ätzte gar: "Das ist ein Flug zur Internationalen Raumstation, nicht zum Mars." Zugleich stellte der Politiker es im Messengerdienst Telegram als lästig dar, dass sein Land den USA bislang mit Raketen aushelfen musste: "Russland braucht Platz für seine eigenen jungen Kosmonauten."

Deutlich freundlicher reagierte der Chef des Roskosmos-Programms für bemannte Raumfahrt, Sergej Krikalew. Er grüßte seine erfolgreichen US-Kollegen in einer Video-Botschaft bei Twitter und erklärte, der Erfolg der US-Mission werde neue Möglichkeiten eröffnen, die dem gesamten internationalen Weltraumprogramm zugute kämen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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