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Nach Start der SpaceX-Rakete: Elon Musk stichelt gegen Russland


Nach Raketenstart
SpaceX-Chef Musk stichelt gegen Russland

Von afp
31.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Elon Musk: "Das Tranpolin funktioniert", witzelte der Unternehmer nach dem Start der bemannten SpaceX-Rakete zur ISS.VergrĂ¶ĂŸern des BildesElon Musk: "Das Tranpolin funktioniert", witzelte der Unternehmer nach dem Start der bemannten SpaceX-Rakete zur ISS. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)
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In wenigen Stunden wird die Rakete von Elon Musk hoffentlich erfolgreich an der ISS andocken. Der Unternehmer muss vorher aber allem Anschein nach noch ein wenig gegen Russland austeilen.

Wer zuletzt lacht, lacht am besten – nach diesem Motto hat sich SpaceX-GrĂŒnder Elon Musk nach dem erfolgreichen Start einer bemannten US-Raumfahrtmission auf Kosten des Chefs der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos amĂŒsiert. "Das Trampolin funktioniert", sagte der Unternehmer am Samstag bei einer Pressekonferenz mit Nasa-Chef Jim Bridenstine zum Start einer SpaceX-Rakete mit zwei US-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS. Danach lachten beide MĂ€nner – und lösten in Online-Netzwerken weiteren Spott ĂŒber Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin aus.

Mit dem Trampolin zur ISS?

"Das ist ein Insider-Witz", sagte Musk ĂŒber seine Trampolin-Äußerung. Rogosin hatte sich einst darĂŒber mokiert, dass US-Astronauten jahrelang auf russische Raketen angewiesen waren, um zur ISS zu kommen. Die Nasa könne ihre Astronauten ja auch "mit einem Trampolin zur ISS" befördern, scherzte der Roskosmos-Chef dabei.

Nach dem erfolgreichen Start der Falcon-9-Rakete von SpaceX mit einer bemannten Dragon-Kapsel bekam Rogosin in Onlinenetzwerken wie Twitter nun einiges zu hören. "Wie gefÀllt Dir das, Dmitri Rogosin?", schrieb etwa ein Twitter-Nutzer mit Blick auf den US-Erfolg.

"Verstehen die Hysterie nicht"

Rogosin reagierte nicht auf die Sticheleien, sein Sprecher fĂŒhlte sich aber schließlich zu einer Reaktion genötigt. "Wir verstehen nicht wirklich die Hysterie wegen des erfolgreichen Starts eines Crew-Dragon-Raumschiffs", schrieb Wladimir Ustimenko auf Twitter. "Was vor langer Zeit hĂ€tte passieren sollen, ist nun passiert."

Alexej Puschkow, Mitglied des russischen Oberhauses, Ă€tzte gar: "Das ist ein Flug zur Internationalen Raumstation, nicht zum Mars." Zugleich stellte der Politiker es im Messengerdienst Telegram als lĂ€stig dar, dass sein Land den USA bislang mit Raketen aushelfen musste: "Russland braucht Platz fĂŒr seine eigenen jungen Kosmonauten."

Deutlich freundlicher reagierte der Chef des Roskosmos-Programms fĂŒr bemannte Raumfahrt, Sergej Krikalew. Er grĂŒĂŸte seine erfolgreichen US-Kollegen in einer Video-Botschaft bei Twitter und erklĂ€rte, der Erfolg der US-Mission werde neue Möglichkeiten eröffnen, die dem gesamten internationalen Weltraumprogramm zugute kĂ€men.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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