HomePolitikAuslandInternationale Politik

Streit um Fischereirechte: Militärschiffe im Ärmelkanal vor Kanalinsel Jersey


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextTausende Russen fliehen nach KasachstanSymbolbild für einen TextDatenrekord auf dem OktoberfestSymbolbild für einen TextHochzeitskorso durchbricht PolizeisperreSymbolbild für einen TextOligarch beschwert sich nach RazziaSymbolbild für einen TextWichtige Autobahn in der Nacht gesperrtSymbolbild für einen TextMädchen tot nach Vergewaltigung: ProzessSymbolbild für einen TextCockpit weg: Mick Schumacher zittertSymbolbild für ein VideoBauern fangen sieben Meter lange PythonSymbolbild für einen TextAndre Agassis Ex-Frau über Steffi GrafSymbolbild für einen TextMelanie Müller bricht Auftritt abSymbolbild für einen TextAngeblicher Gärtner verlangt 84.770 EuroSymbolbild für einen Watson TeaserAldi senkt überraschend Produkt-PreisSymbolbild für einen TextDampflok bis ICE – Faszination Eisenbahn

"Wie eine Invasion": Fischerstreit im Ärmelkanal eskaliert

Von dpa
Aktualisiert am 06.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Ärmelkanal: Der Fischerei-Konflikt zwischen England und Frankreich spitzt sich vor der Kanalinsel Jersey immer stärker zu. (Quelle: Reuters)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Zwischen Paris, Brüssel und London herrscht Streit. Es geht um Rechte für die Fischerei – im Ärmelkanal ist der Konflikt nun eskaliert. Dort sind jetzt Militärschiffe im Einsatz.

Der Streit zwischen Großbritannien und Frankreich um Fischereirechte im Ärmelkanal ist überraschend heftig eskaliert. Zwei britische Militärschiffe patrouillierten am Donnerstag vor der Küste der Kanalinsel Jersey, während mehr als 50 Fischer aus Frankreich mit ihren Booten den Hafen blockierten und ihrer Wut mit Fackeln und Bannern Luft machten. "Es war wie eine Invasion", sagte der auf Jersey ansässige Fischer Josh Dearing der britischen Nachrichtenagentur PA. Auch Frankreich schickte zwei Patrouillenboote der Marine in die Nähe der Kanalinsel, die rund 20 Kilometer von der französischen Küste entfernt liegt.


Das Brexit-Drama – Eine Chronologie in Bildern

Queen Elizabeth II.: Das britische Staatsoberhaupt unterzeichnete den Brexit-Deal am 30. Dezember.
Knapp gewonnen: Bei dem Referendum am 23. Juni 2016 spricht sich eine Mehrheit von 51,9 Prozent der Teilnehmer für den Austritt Großbritanniens aus der EU aus. Der frühere Londoner Bürgermeister Boris Johnson führte die Kampagne zum Brexit an.
+52

EU mahnt zur Zurückhaltung

Rund vier Monate nach dem finalen Brexit rief die EU-Kommission die Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf. Die Streitpunkte müssten ruhig besprochen werden, forderte eine Kommissionssprecherin. Zugleich beklagte die Brüsseler Behörde einen britischen Verstoß gegen den Brexit-Handelspakt: "Die Kommission hat Großbritannien klargemacht, dass die Vorgaben des Handels- und Kooperationsabkommens nicht respektiert wurden." Beim finalen Brexit hatte Großbritannien nach einer Übergangsphase endgültig den EU-Binnenmarkt und die Zollunion verlassen.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Hieroglyphen in der Grabkammer Ramses V. aus dem 12. Jahrhundert vor Christus in Luxor.
Eine Weltsensation
Streit im Ärmerkanal: Die Insel Jersey liegt nur 25 Kilometer von der französischen Küste entfernt.
Streit im Ärmerkanal: Die Insel Jersey liegt nur 25 Kilometer von der französischen Küste entfernt.

Der britische Premierminister Boris Johnson mahnte zur Deeskalation – die Kriegsschiffe seien nur eine "Vorsichtsmaßnahme", erklärte er. Auch Paris versicherte, kein Interesse an einer Zuspitzung zu haben. "Es ist nicht unser Wunsch, für Spannungen zu sorgen (...)", sagte Europa-Staatssekretär Clément Beaune der Nachrichtenagentur AFP. Es müssten hingegen vertraglich festgelegte Regeln rasch und vollständig angewendet werden. Jersey ist als Kronbesitz zwar nicht Teil des Vereinigten Königreichs, London ist aber für die Außen- und Verteidigungspolitik verantwortlich.

Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Hintergrund der Eskalation ist die Frage, ob und wie viel ausländische Fischer nach dem Brexit in britischen Gewässern fangen dürfen. Bereits in den Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt der Briten mit der EU war dies die am heftigsten umstrittene Frage, die eine Einigung zeitweise fast unmöglich zu machen schien. Insbesondere für die nur durch den Ärmelkanal getrennten, benachbarten Franzosen sind die Regelungen entscheidend. Erst am Heiligabend gelang schließlich eine Einigung auf den gemeinsamen Pakt, der nur eine Woche später vorläufig in Kraft trat. Beide Seiten mussten schmerzhafte Zugeständnisse hinnehmen.

Die britische Regierung erteilte nach Brüsseler Darstellung Fischern aus der EU Lizenzen zum Fang in britischen Gewässern nur unter Auflagen. Dies sei der Kommission am 30. April angezeigt worden, mit Geltung zum 1. Mai. Zwar dürfe Fischfang beschränkt werden, um Bestände zu erhalten. Aus Brüsseler Sicht war jedoch die Frist zu kurz, und es steht die Frage im Raum, ob EU-Fischer diskriminiert wurden. In Paris wird bemängelt, dass Lizenzen für die fischreichen Gewässern bei Jersey mit Zusatzbedingungen versehen wurden – das habe zu großer Unruhe bei den Fischern geführt. Frankreich hatte gedroht, die Stromversorgung für Jersey zu unterbrechen. Die Downing Street verurteilte die Drohungen aus Paris als "inakzeptabel und unverhältnismäßig"

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
BrexitBrüsselEUEU-KommissionFrankreichGroßbritannienLondonParis
Politik international


t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website