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Scholz ├╝ber russische S├Âldner: "Das ist verheerend"

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 23.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Putins brutalste Truppe: Wagner gilt als hybride Kampfeinheit des Kreml und zielt nicht nur auf die Ukraine. (Quelle: t-online)
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Der Ukraine-Krieg verfolgt Olaf Scholz auch bei seiner Reise nach Afrika. In Senegal kritisiert der Bundeskanzler das russische Vorgehen in Mali scharf und bietet bei der Erschlie├čung eines Gasfelds deutsche Hilfe an.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Anwesenheit russischer S├Âldner in Mali scharf kritisiert. Dies sei verheerend, sagte Scholz am Sonntag bei einem Besuch in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Deshalb habe Deutschland reagieren m├╝ssen, wolle aber weiter Verantwortung f├╝r die Stabilit├Ąt der Sahel-Zone ├╝bernehmen. In Mali ist auf Wunsch der Milit├Ąrregierung die russische S├Âldnergruppe Wagner aktiv. Senegals Pr├Ąsident Macky Sall forderte als Vorsitzender der Afrikanischen Union (AU), dass die gemeinsamen Streitkr├Ąfte der f├╝nf Sahel-Staaten, die f├╝r den Kampf gegen islamistische Milizen ausgebildet werden, mehr internationale Unterst├╝tzung erhalten m├╝ssten. Zu den L├Ąndern geh├Âren Mali, Niger, Burkina Faso, Tschad und Mauretanien.

Der Bundestag hatte am Freitag die beiden Mandate f├╝r die Eins├Ątze der Bundeswehr in Mali und Niger f├╝r ein Jahr verl├Ąngert. Die deutsche Beteiligung an dem UN-Stabilisierungseinsatz Minusma in Mali wird demnach ausgebaut mit einer Obergrenze von jetzt 1400 Soldatinnen und Soldaten statt bisher von 1.100. Damit soll der absehbare Abzug der franz├Âsischen Streitkr├Ąfte kompensiert werden. Die Beteiligung der Bundeswehr an dem europ├Ąischen Ausbildungseinsatz EUTM soll aber k├╝nftig vor allem auf Niger konzentriert und die Ausbildung malischer Soldaten beendet werden. Dazu wird die Obergrenze f├╝r das Mandat auf nur noch 300 von bislang 600 Soldatinnen und Soldaten reduziert.

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Scholz will mit Senegal bei Gasf├Ârderung kooperieren

Scholz k├╝ndigte auf seiner Reise an, dass Deutschland mit dem Senegal bei der Erschlie├čung eines Gasfelds vor der westafrikanischen K├╝ste zusammenarbeiten will. Nach einem Gespr├Ąch mit dem senegalesischen Pr├Ąsidenten Macky Sall in Dakar nannte der Bundeskanzler allerdings keine Details. "Dar├╝ber haben wir uns begonnen auszutauschen, wir werden das im Anschluss an diese Gespr├Ąche auch sehr intensiv auf Fachebene fortsetzen", sagte Scholz. Es mache Sinn, eine solche Kooperation "intensiv zu verfolgen", dies sei ein "gemeinsames Anliegen".

Es geht um ein Gasfeld vor der K├╝ste, an dem neben dem Senegal auch Mauretanien Anteile h├Ąlt. Medienberichten zufolge vermutet der Betreiber BP dort 425 Millionen Kubikmeter Erdgas. Deutschland will mit dem Senegal au├čerdem in den Bereichen Solar- und Windenergie st├Ąrker zusammenarbeiten.

Dakar ist die erste Station der ersten Afrika-Reise von Scholz als Kanzler. Weitere Stationen werden in den n├Ąchsten Tagen der Niger und S├╝dafrika sein.

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Von Fabian Reinbold, Schloss Elmau
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