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Boko Haram brennt Baga in Nigeria nieder: Bis zu 2000 Tote befürchtet


Bis zu 2000 Tote befürchtet
Nigeria: Boko Haram brennt Stadt Baga nieder

Von dpa, afp, reuters, t-online
Aktualisiert am 08.01.2015Lesedauer: 1 Min.
Bereits im Jahr 2013 hatte Boko Haram Brandanschläge in der Stadt Baga verübt. (Archivbild)Vergrößern des BildesBereits im Jahr 2013 hatte Boko Haram Brandanschläge in der Stadt Baga verübt. (Archivbild) (Quelle: AFP-bilder)
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Boko Haram

Die Extremisten hätten am Wochenende Baga im Nordosten des Landes überfallen, teilte der Leiter des Bezirks, Abba Hassan, mit. Augenzeugen berichteten zudem, auch in den vergangenen zwei Tagen hätten Kämpfer der Boko Haram in Baga Dutzende Menschen umgebracht und zahlreiche Häuser niedergebrannt. Soldaten, die Baga vor den Extremisten schützen sollten, waren am Wochenende geflohen. Der Grenzort Baga liegt am Tschad-See, der Nigeria und den Tschad trennt.

Die Zerstörung von insgesamt elf Ortschaften im Bundesstaat Borno, darunter Baga, sei am Mittwoch erfolgt, sagte der Behördenvertreter Musa Bukar. "In den Büschen liegen Leichen, aber es wäre unvorsichtig, sie zu bergen, um sie beizusetzen", fügte Bukar hinzu. Rund 20.000 Menschen seien aus Baga und den anderen Orten geflüchtet. Rund 560 Menschen seien auf eine Insel im Tschad-See geflohen, wo sie ohne Lebensmittelversorgung seien. "Einige sterben an Hunger, an Kälte und an Malaria."

Rätselraten über Zahl der Todesopfer

Den Bericht der "BBC", wonach es womöglich bis zu 2000 Todesopfer geben solle, wies ein Sicherheitsbeamter des Bundesstaates jedoch entschieden zurück. Der Beamte, der wegen der kritischen Lage nicht namentlich genannt werden wollte, machte jedoch keine Angaben, wie viele Opfer befürchtet würden. Die Katastrophenschutzbehörde bereite einen Hilfseinsatz vor.

Boko Haram hat wiederholt Ortschaften überfallen und zahlreiche Menschen verschleppt. Die Gruppe kämpft seit 2009 für einen streng islamischen Staat nach den Grundsätzen der Scharia. Tausende Menschen wurden seither getötet. Boko Haram, was so viel heißt wie "westliche Bildung ist Sünde", kontrolliert weite Landesteile im Nordosten Nigerias. Das Land ist Afrikas größter Erdölproduzent.

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