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Tote bei Bombenangriff auf Klinik in Kundus

Von ap, reuters, dpa
Aktualisiert am 03.10.2015Lesedauer: 2 Min.
Die Kämpfe um die nordafghanische Stadt Kundus halten an (Symbolbild).
Die Kämpfe um die nordafghanische Stadt Kundus halten an (Symbolbild). (Quelle: AFP-bilder)
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In der schwer umkämpften nordafghanischen Stadt Kundus ist ein Krankenhaus der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" bombardiert worden. Laut einem Bericht von "Spiegel Online" übernahm die US-Luftwaffe die Verantwortung. Mindestens drei Klinikmitarbeiter wurden getötet, mehr als 30 Menschen werden vermisst. Das teilte die Organisation am frühen Samstagmorgen im Internet mit.

Der BBC zufolge prüft nun die Nato, ob die Treffer "Kollateralschäden" eines US-Luftangriffs in der Stadt waren, die radikalislamische Taliban am Montag überrannt hatten.


Afghanistans 30-jähriger Krieg

Die Geschichte Afghanistans der letzten Jahrhunderte ist eine Geschichte von Kriegen. Das Land - strategisch gut gelegen - wird immer wieder in Kämpfe ausländischer Großmächte hineingezogen, die ihren Einfluss in der Region ausdehnen wollen. Im 19. Jahrhundert sind es vor allem Russland und Großbritannien. Die Bevölkerung gerät dabei zwischen die Fronten und begehrt schließlich gegen die ständige Einmischung auf.
Afghanistan ist ein Binnenstaat an der Schnittstelle von Süd- und Zentralasien, drei Viertel des Landes bestehen aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen. Unter den knapp 30 Millionen Afghanen bilden die Paschtunen mit 35 Prozent die größte Ethnie. Sie sind die Begründer des Staates. 33 Prozent der Bevölkerung sind Tadschiken, zwölf Prozent Usbeken und neun Prozent Hazara. Insgesamt werden etwa 49 Sprachen und über 200 Dialekte gesprochen. 99,9 Prozent der Menschen sind Muslime.
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Der Sprecher der Nato-Mission in Afghanistan, Sernando Estreooa, erklärte dazu: "Die US-Streitkräfte haben am 3. Oktober um 2.15 Uhr Ortszeit einen Luftangriff nahe der Einrichtung durchgeführt, wo einzelne Personen die Truppen bedrohten." Dabei sei womöglich eine nahe gelegene Klinik beschädigt worden.

"Anhaltendes Bombardement"

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Das Krankenhaus wurde von den nächtlichen Explosionen den Angaben zufolge sehr stark beschädigt. Laut Ärzte ohne Grenzen wurde das medizinische Zentrum zur Traumabewältigung "bei anhaltendem Bombardement mehrfach getroffen und sehr schwer beschädigt".

Der Leiter von "Ärzte ohne Grenzen" vor Ort, Bart Janssens, erklärte, es lägen noch keine abschließenden Angaben über die Zahl der Opfer vor. Er äußerte sich schockiert über den Angriff und forderte alle Konfliktparteien auf, die Sicherheit von Gesundheitseinrichtungen und deren Personal zu respektieren.

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Seit dem überraschenden Taliban-Angriff am Montag sind nach Angaben der Organisation in der Klinik 394 Verletzte behandelt worden. Zum Zeitpunkt des Luftangriffs am Samstag seien 105 Patienten, Angehörige und gut 80 Mitarbeiter in dem Gebäude gewesen, erklärte Janssen. Die Klinik wird ausschließlich aus Spenden finanziert und behandelt jeden - unabhängig von Herkunft oder Religion. "Keiner unserer Kämpfer war zum Zeitpunkt des Angriffs ein Patient der Klinik", sagte der Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid.

Kampf um Kundus

Die radikal-islamischen Taliban waren am Montag in Kundus einmarschiert. Sie kämpfen gegen die Regierung in Kabul, seit sie vor fast 14 Jahren durch einen US-geführten Militäreinsatz entmachtet wurden. Zurzeit versuchen afghanische Regierungstruppen mit Hilfe der Nato, die Stadt wieder komplett unter Kontrolle zu bekommen.

In Kundus war bis Oktober 2013 die Bundeswehr im Rahmen der Nato-Schutztruppe Isaf stationiert.

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