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Flugzeugabsturz Ägypten: Bundesegierung vermutet Anschlag

Russisches Flugzeug  

Bundesregierung glaubt an Bombe bei Sinai-Absturz

09.11.2015, 07:09 Uhr | dpa, AFP

Flugzeugabsturz Ägypten: Bundesegierung vermutet Anschlag. Die weitflächige Verteilung der Wrackteile lässt nach Ansicht der Ermittler auf ein "Auseinanderbrechen" in der Luft schließen. (Quelle: dpa)

Die weitflächige Verteilung der Wrackteile lässt nach Ansicht der Ermittler auf ein "Auseinanderbrechen" in der Luft schließen. (Quelle: dpa)

Die Bundesregierung geht bei dem Absturz der russischen Passagiermaschine auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel inzwischen von einem Anschlag der Terrororganisation "Islamischer Staat" aus. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

Video soll Absturz der russischen Maschine zeigen

Bei dem Clip soll es sich um ein Bekennervideo des IS handeln.

Video soll Absturz der russischen Maschine zeigen. (Quelle: Bit Projects)


Alle verfügbaren Informationen sprächen dafür, zitiert die Zeitung einen hohen Sicherheitsbeamten. Der sehr plötzliche Höhenabfall des Flugzeugs, ohne dass die Stimmenrekorder zuvor Unregelmäßigkeiten aufgezeichnet hätten, mache einen Bombenanschlag "sehr plausibel".

Ähnliche Einschätzungen waren zuvor auch in London und Washington geäußert worden. Internationale Geheimdiensthinweise legten nahe, dass der Airbus A321 am Samstag vergangener Woche durch einen Sprengsatz an Bord zum Absturz gebracht wurde. Alle 224 Menschen an Bord starben. 

Die Trümmerteile des Flugzeugs werden derzeit in Ägypten unter Beteiligung internationaler Experten untersucht. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf ein verdächtiges Geräusch nach 23 Minuten und 14 Sekunden Flug - unmittelbar vor der Katastrophe. Dieses sei "in der letzten aufgenommenen Sekunde des Flugschreibers gehört" worden, berichtete der Chef des Ermittlerteams, Ayman al-Mokadem.

Wrackteile über 13 km verteilt

Eine Spektralanalyse solle nun Aufschluss über den Ursprung des Geräuschs geben. Von einer Explosion sprach er nicht. Er sagte lediglich, die weitflächige Verteilung der Wrackteile des Flugzeugs über mehr als 13 Kilometer lasse auf ein "Auseinanderbrechen" in der Luft schließen. Die Ermittler würden "alle möglichen Szenarien" prüfen.

Das Ermittlerteam wie auch die ägyptische Regierung betonten, dass die Ermittlungen noch keine Rückschlüsse auf eine Explosion durch eine Bombe erlaubten. "Wir haben keine Möglichkeit ausgeschlossen, aber es gibt noch keine Hypothese, bevor die Ermittlungen abgeschlossen sind und ein vollständiger Bericht vorliegt", sagte Außenminister Sameh Schukri. Er übte zugleich deutliche Kritik daran, dass der britische Geheimdienst seine Hinweise auf einen Bombenanschlag bisher nicht mit Ägypten geteilt habe.

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