Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Nach US-Drohungen: Venezuela lässt Hunderttausende aufmarschieren

Nach US-Drohungen  

Venezuela lässt Militär aufmarschieren

28.08.2017, 10:58 Uhr | dpa

Nach US-Drohungen: Venezuela lässt Hunderttausende aufmarschieren. Admiral Remigio Ceballos gibt auf einer Pressekonferenz Einzelheiten zu den Militärübungen bekannt. (Quelle: AP/dpa/Ricardo Mazalan)

Admiral Remigio Ceballos gibt auf einer Pressekonferenz Einzelheiten zu den Militärübungen bekannt. (Quelle: Ricardo Mazalan/AP/dpa)

Als Antwort auf die jüngsten Warnungen von US-Präsident Donald Trump lässt Venezuela das Militär aufmarschieren. Hunderttausende Soldaten wurden für ein Manöver mobilisiert.

Das Großmanöver solle die Verteidigungsbereitschaft des Landes gegen "imperialistische Drohungen" zeigen, hieß es im Staatsfernsehen VTV. In Caracas gingen am Samstag Soldaten und bewaffnete regierungsnahe Milizen auf die Straßen. Als Höhepunkt der Militärübung sollen am Sonntag dann rund 200.000 Militärs mobilisiert werden.

Die Lage in dem Land mit den größten Ölreserven ist seit Wochen angespannt. Nachbarstaaten warnen vor dem Entstehen einer neuen Diktatur in der Region. Ende Juli hatte Staatschef Nicolás Maduro eine umstrittene Verfassunggebende Versammlung wählen lassen – diese entmachtete kurz darauf das von der Opposition kontrollierte Parlament.

Lage in Venezuela spitzt sich weiterhin zu

Wegen des niedrigen Ölpreises, Korruption und jahrelanger Misswirtschaft steckt Venezuela zudem in einer tiefen Wirtschafts- und Versorgungskrise. Die Inflation gilt als die höchste der Welt. Es fehlt an Lebensmitteln, Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs.

Angesichts der Eskalation versuchen die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten seit Wochen, Druck auf Caracas auszuüben. Am Freitag hatte das Weiße Haus Strafmaßnahmen bekanntgegeben, die Geschäfte mit bestimmten Wertpapieren des venezolanischen Staates und der staatlichen Ölfirma PDVSA teilweise verbieten.

Trump spricht von "militärischen Optionen"

Die Sanktionen sollen Maduro erschweren, an frisches Geld zu kommen. Ein Importverbot für Erdöl ist allerdings zunächst nicht vorgesehen. 95 Prozent der venezolanischen Exporteinnahmen stammen aus dem Öl-Geschäft. Die USA sind der größte Abnehmer und überweisen jährlich rund zehn Milliarden Dollar nach Caracas.

Die USA hatten bereits Sanktionen gegen Maduro und andere Regierungsmitglieder verhängt. US-Präsident Donald Trump brachte zuvor sogar "militärische Optionen" ins Gespräch. Trumps Sicherheitsberater H.R. McMaster sagte allerdings, in der nahen Zukunft seien keine Militäraktionen zu erwarten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal