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Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Kabul

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IS bekennt sich  

Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Kabul

05.01.2018, 07:35 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Kabul. Die Sicherheitskräfte untersuchen den Anschlagsort nach einem Selbstmordanschlag in Kabul (Afghanistan).  (Quelle: AP/dpa/Rahmat Gul)

Die Sicherheitskräfte untersuchen den Anschlagsort nach einem Selbstmordanschlag in Kabul (Afghanistan). (Quelle: Rahmat Gul/AP/dpa)

Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens elf Menschen getötet worden. Dutzende sollen verletzt worden sein. Die IS-Miliz beansprucht die Bluttat für sich.

Ein Bombenanschlag erschüttert erneut die afghanische Hauptstadt Kabul. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden bei dem Selbstmordanschlag am Rande einer Demonstration mindestens elf Menschen getötet, darunter mehrere Polizisten. Zudem seien 25 Menschen verletzt worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

Die Opferzahl könne noch steigen, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Wahid Madschroh, der Nachrichtenagentur AFP. Aus Sicherheitskreisen verlautete, es habe 20 Todesopfer und 20 Verletzte gegeben. Eine offizielle Bestätigung für diese Angaben gab es aber nicht. Ein Sprecher der Kabuler Polizei sagte, der Anschlag habe den Sicherheitskräften gegolten. Fünf Polizisten seien getötet und elf weitere verletzt worden.

Bluttat am Rande einer Demo

Nach Angaben des Innenministeriums hatte der Attentäter seinen Sprengsatz neben einer Gruppe von Polizisten gezündet, die bei einer Demonstration für Sicherheit sorgen sollten. Die Demonstration sei eine Reaktion auf den Tod eines Ladenbesitzers bei einem Polizeieinsatz gegen den Schwarzhandel mit Alkohol und Drogen, sagte ein Behördenvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Die IS-Miliz bekannte sich über ihr Sprachrohr Amaq zu dem Anschlag, wie das auf die Beobachtung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE mitteilte. Der afghanische Staatschef Aschraf Ghani sprach von einem "barbarischen Angriff" und ordnete nach Angaben des Präsidialbüros eine Untersuchung an.

Zahl der Anschläge nimmt in Kabul zu

Der Anschlag war der erste schwere im neuen Jahr. 2017 hatte es in Kabul mehr als 20 große Anschläge mit mehr als 500 Toten gegeben. Die Gesamtzahl der Toten und Verletzten lag wohl bei mehr als 1000.

In Kabul hat die Zahl der Anschläge zuletzt stark zugenommen. Ende Dezember waren bei einem Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Kulturzentrum mehr als 40 Menschen getötet worden. Die Sicherheitskräfte sind auch ein bevorzugtes Ziel, sowohl der radikalislamischen Taliban als auch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). 2016 hatten sie mehr als 8000 Soldaten und Polizisten getötet und mehr als 14.000 verletzt. 2017 hatte die afghanische Regierung die Zahl der Opfer zum ersten Mal zensiert.

Der IS war erstmals 2015 in Afghanistan in Erscheinung getreten. Seitdem erstarkte er zusehends. Die Dschihadisten verüben immer wieder Anschläge, die afghanische Hauptstadt hat sich zu einem der unsichersten Orte des Landes entwickelt.


Quellen:
– AFP, dpa

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