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Warum das Trump-Kim-Treffen ein Tabubruch w├Ąre

Von Finn Mayer-Kuckuk, Peking

Aktualisiert am 10.03.2018Lesedauer: 3 Min.
Kim Jong Un und Donald Trump: Bis Ende Mai wollen sich die beiden treffen.
Kim Jong Un und Donald Trump: Bis Ende Mai wollen sich die beiden treffen. (Quelle: Wong Maye-E/ap-bilder)
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Donald Trump will Nordkoreas Diktator Kim Jong Un treffen. Es w├Ąre der erste Gipfel zwischen einem nordkoreanischen und einem amerikanischen Staatsoberhaupt. Was bedeutet das?

Es ist eine unerwartete Wendung in einem der bedrohlichsten Konflikte der Welt: US-Pr├Ąsident Donald Trump hat sich zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bereit erkl├Ąrt. Das Wei├če Haus best├Ątigte am Donnerstagabend die zuvor gemachten Angaben des nationalen Sicherheitsberaters von S├╝dkorea. Dieser sagte, Kim sei darauf erpicht, Trump zu treffen. Das Treffen solle "bis Mai" stattfinden.

Warum hat noch nie ein US-Pr├Ąsident einen nordkoreanischen Machthaber getroffen?

Bisher galt es als Tabu, ein gemeinsames Foto mit einem der Diktatoren machen zu lassen. Das w├Ąre nach bisheriger Denkweise zu viel der Ehre: Die Kims halten ihr Volk in Armut und Unwissenheit und ermorden routiniert Kritiker und sogar Familienmitglieder. Sie drohen US-B├╝ndnispartnern wie S├╝dkorea und Japan und zuletzt sogar den USA selbst mit "totaler Vernichtung". So jemanden trifft man nicht, lautete bisher die Einstellung. Doch das galt, wie so vieles in der Politik, vor Trump. Jetzt ist offenbar alles anders.

Was will Trump? Warum der Tabubruch?

Trump k├Ânnte sich als der Macher darstellen, der da einen Durchbruch schafft, wo vier Pr├Ąsidenten vor ihm versagt haben. Das Man├Âver hat durchaus Aussicht auf Erfolg. Schlie├člich muss Kim jetzt etwas anbieten.

Was bietet Kim an?

Die USA fordern totale nukleare Abr├╝stung. Das Bedeutet: Kim m├╝sste die bereits hergestellten Bomben herausgeben, den Reaktor Nyongbyon herunterfahren und ihn einmotten lassen. Er wird zudem seine Raketen zerlegen lassen m├╝ssen. Er w├╝rde zustimmen m├╝ssen, dass regelm├Ą├čig Inspektoren ins Land kommen, um sich davon zu ├╝berzeugen, dass er nicht heimlich doch irgendwo Atomwaffen herstellen l├Ąsst. Das w├Ąre f├╝r Kim ein riesiger Schritt. Den S├╝dkoreanern zufolge hat er ihn angeboten ÔÇô doch er wird einen hohen Preis daf├╝r verlangen.

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Also w├Ąhnt sich Kim vermutlich im siebten Himmel?

Ja. Der Junior-Diktator wollte immer als einer der ganz Gro├čen dieser Welt ernst genommen werden. Jetzt hofiert ihn der US-Pr├Ąsident. Das Spiel mit den Atombomben hat sich gelohnt.

S├╝dkoreas nationaler Sicherheitsberater Chung Eui Yong: Gestern Abend erkl├Ąrt er vor dem Wei├čen Haus in Washington, dass Trump und Kim Jong-Un zu einem Treffen bereit seien.
S├╝dkoreas nationaler Sicherheitsberater Chung Eui Yong: Gestern Abend erkl├Ąrt er vor dem Wei├čen Haus in Washington, dass Trump und Kim Jong Un zu einem Treffen bereit seien. (Quelle: Susan Walsh/ap-bilder)

Wie kam das historische Gipfeltreffen zustande?

Tats├Ąchlich war es Kim selbst, der die Hand ausgestreckt hat. Zu Neujahr hat er die Teilnahme seines Landes an den Olympischen Spielen in S├╝dkorea angeboten und solange seine Waffentests ausgesetzt. Es ist das Verdienst des s├╝dkoreanischen Pr├Ąsidenten Moon Jae In, diese Chance sofort wahrzunehmen und die olympischen Delegationen f├╝r heftige Diplomatie zu nutzen. Doch S├╝dkorea gesteht auch Trump zu, einen entscheidenden Teil beigetragen zu haben. Der launische US-Pr├Ąsident hatte im vergangenen Jahr unfl├Ątig gegen Kim gedroht ÔÇô und ihn damit vermutlich so in Unruhe versetzt, dass er den gr├Â├čeren Nutzen in Gespr├Ąchen gesehen hat. Kim will schlie├člich als erfolgreicher Diktator alt werden. Er will nicht nach einem verlorenen Krieg als Verbrecher hingerichtet werden.

Warum die Aufregung? Wie gef├Ąhrlich ist Nordkorea wirklich?

Die Bedrohung durch Nordkorea ist riesig ÔÇô besonders f├╝r die Nachbarl├Ąnder S├╝dkorea und Japan. S├╝dkoreas Pr├Ąsident Moon Jae In und Trump tun das Richtige, wenn sie versuchen, das Risikoniveau m├Âglichst schnell zu senken. Nordkorea braucht nicht einmal Atomwaffen, um Schrecken zu verbreiten. Der Militarismus durchdringt die ganze Gesellschaft. Bei einer Bev├Âlkerung von 25 Millionen Menschen stehen zwei Millionen Soldaten st├Ąndig unter Waffen, dazu kommen sieben Millionen Reservisten. Das sind dreimal mehr, als die USA aufbringen k├Ânnen. Die Ausr├╝stung befindet sich zwar auf dem Stand der Sechzigerjahre, ist aber nicht minder t├Âdlich. Seoul, die Hauptstadt von S├╝dkorea, befindet sich in Reichweite der Kanonen. Kim hat Nervengift und Biowaffen. 4.200 Panzer, 800 Kampfjets, 70 U-Boote ÔÇô diese Zahlen sind enorm. Deutschland verf├╝gt nur ├╝ber rund hundert einsatzbereite schwere Panzer.

Seit 2006 sind nun auch Atomwaffen dazugekommen. Sind sie bereits eine konkrete Bedrohung?

Die Atombomben sind real. Ausgehend von der m├Âglichen Produktion von spaltbarem Uran und Plutonium im einzigen Kernreaktor des Landes hat Kim Jong Un vermutlich einige Dutzend Kernwaffen bauen lassen. Die Tests der vergangenen zw├Âlf Jahre zeigen eine immer bessere Wirkungsrate. Auch die Raketen sind real. Die j├╝ngsten Experimente mit seinen gr├Â├čten Geschossen lassen auf eine Reichweite um 10.000 Kilometer schlie├čen. Damit l├Ągen auch Berlin und Madrid in Reichweite.

Also k├Ânnte jederzeit irgendwo eine nordkoreanische Bombe hochgehen?

Nur theoretisch. Denn das Entwicklungsprogramm ist noch nicht abgeschlossen. Kim konnte bisher weder zeigen, dass er die Bomben als Sprengk├Âpfe auf die Raketen schrauben lassen kann, noch konnte er deren Zielgenauigkeit beweisen. Gerade dieser Punkt ist technisch heikel.

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