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Nach Inhaftierung: Deniz Yücel fordert Entschädigung von der Türkei

Wegen unrechtmäßiger Inhaftierung  

Deniz Yücel fordert Entschädigung von der Türkei

30.08.2018, 10:29 Uhr | dpa

Nach Inhaftierung: Deniz Yücel fordert Entschädigung von der Türkei. Journalist Deniz Yücel: Er war ein Jahr lang in der Türkei in Haft. (Quelle: dpa/Soeren Stache)

Journalist Deniz Yücel: Er war ein Jahr lang in der Türkei in Haft. (Quelle: Soeren Stache/dpa)

Deniz Yücel klagt einer Journalistenorganisation zufolge vor Gericht auf Schadensersatz von der Türkei. Ein Jahr lang saß der "Welt"-Korrespondent dort ohne Anklage in Haft. 

Der für ein mehr als ein Jahr inhaftierte "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel will nach Angaben von Reporter ohne Grenzen von der Türkei Entschädigung. Er werfe der türkischen Justiz unrechtmäßige Inhaftierung vor, teilte der türkische Zweig der Organisation am Mittwoch über Twitter mit. 

Die Inhaftierung Yücels und weiterer Deutscher aus politischen Gründen führte im vergangenen Jahr zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara. Yücel war am 16. Februar aus der Untersuchungshaft im Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul entlassen worden – nach mehr als einem Jahr hinter Gittern.

Sieben Deutsche aus politischen Gründen in Haft

Erst unmittelbar zuvor legte die Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift vor, in der Yücel Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen wird. Yücel ist sowohl deutscher als auch türkischer Staatsbürger. Yücels Anwalt Veysel Ok vertrete ihn in dem Gerichtsverfahren, das am 25. September in Istanbul beginnen werde.

Erst vergangene Woche konnte die deutsche Übersetzerin und Journalistin MesaleTolu ausreisen, die vergangenes Jahr ebenfalls mehrere Monate in U-Haft verbracht hatte.

Auch nach Yücels Freilassung sitzen allerdings laut dem Auswärtigen Amt noch immer sieben deutsche Bürger aus politischen Gründen in der Türkei in Haft.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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