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Horst Köhler legt sein Amt als UN-Sonderbeauftragter nieder

Westsahara-Konflikt  

Horst Köhler legt sein Amt als UN-Sonderbeauftragter nieder

23.05.2019, 10:44 Uhr | dpa

Horst Köhler legt sein Amt als UN-Sonderbeauftragter nieder. Horst Köhler: Der Altbundespräsident will seine Rolle als UN-Sonderbeauftragter im Westsahara-Konflikt aufgeben. (Quelle: dpa/Archivbild)

Horst Köhler: Der Altbundespräsident will seine Rolle als UN-Sonderbeauftragter im Westsahara-Konflikt aufgeben. (Quelle: Archivbild/dpa)

Fast zwei Jahre lang war Horst Köhler der UN-Sonderbeauftragte für den Westsahara-Konflikt. Nun hat der Altbundespräsident den Posten aus gesundheitlichen Gründen abgegeben.

Altbundespräsident Horst Köhler hat sein Amt als UN-Sonderbeauftragter für den Westsahara-Konflikt nach knapp zwei Jahren niedergelegt. Köhler habe UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Mittwoch über seinen sofortigen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen informiert, teilte ein Sprecher der Vereinten Nationen in New York mit. Guterres dankte dem 76-Jährigen für dessen "unermüdliche und intensive Bemühungen" um eine politische Lösung des jahrzehntealten Konflikts in dem Gebiet, das zwischen Marokko und Mauretanien am Atlantik liegt.

Marokko kontrolliert seit den 70er Jahren große Teile des dünn besiedelten Gebiets, was international jedoch nicht anerkannt wird. Die von Algerien unterstützte Befreiungsbewegung Polisario strebt nach Unabhängigkeit für die Westsahara. Marokko möchte der Region nur Autonomie zugestehen. Zu einem Referendum in dieser Frage ist es bislang nicht gekommen. Die UN-Mission Minurso gibt es seit 1991, etwa die Hälfte der knapp 500 Mitarbeiter sind Militär- und Polizeikräfte.


Köhler hatte die Aufgabe als UN-Sonderbeauftragter im August 2017 mit Zustimmung der Konfliktparteien übernommen. Zuletzt leitete er im März neue Friedensgespräche. Vor seiner Zeit als Bundespräsident (2004-2010) war der Afrika-Kenner unter anderem Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). Über seine Nachfolge als UN-Sonderbeauftragter ist nach Angaben der Vereinten Nationen noch nicht entschieden worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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