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USA: Neue Hinweise auf möglichen Chemiewaffen-Angriff in Syrien

Warnung an Assad-Regime  

USA: Neue Hinweise auf möglichen Chemiewaffen-Angriff in Syrien

22.05.2019, 00:06 Uhr | AFP

USA: Neue Hinweise auf möglichen Chemiewaffen-Angriff in Syrien. Syrische Oppositionskämpfer: Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad soll für Chemiewaffeneinsätze verantwortlich sein. (Quelle: dpa/Mustafa Dahnon)

Syrische Oppositionskämpfer: Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad soll für Chemiewaffeneinsätze verantwortlich sein. (Quelle: Mustafa Dahnon/dpa)

Die USA sprechen eine deutliche Warnung an Baschar al-Assad aus: Es gäbe Hinweise auf eine erneute Chlorgas-Attacke in Syrien. Sollte dies der Fall sein, werde Amerika in "angemessener Weise" auf den Angriff antworten.

Die USA haben nach eigenen Angaben "Hinweise" auf eine möglichen neuen Chemiewaffen-Angriff der Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. In einer Erklärung des US-Außenministeriums vom Dienstag ist die Rede von einer "mutmaßlichen Chlorgas-Attacke im Nordwesten Syriens am Morgen des 19. Mai."

"Wir wiederholen unsere Warnung, falls das Assad-Regime Chemiewaffen benutzt, die USA und unsere Verbündeten werden schnell und in angemessener Weise antworten", sagte Außenamtssprecherin Morgan Ortagus.

Mehrfach Giftgas eingesetzt

Im Syrien-Konflikt wurde schon mehrfach Giftgas eingesetzt. Für einen Angriff mit dem Giftgas Sarin auf das Dorf Chan Scheichun im April 2017 mit mehr als 80 Toten hatte die UN die Regierungstruppen verantwortlich gemacht. Auch für einen Chemiewaffenangriff in der früheren Rebellenbastion Ost-Ghuta im April diesen Jahres, bei dem mehr als 40 Menschen getötet wurden, machten westliche Staaten die Regierung verantwortlich. Die USA, Frankreich und Großbritannien flogen daraufhin Vergeltungsangriffe auf Chemiewaffenanlagen in Syrien.

Eine Untersuchung des Berliner Global Public Policy Institute (GPPi) hatte vor kurzem von mehr 300 Chemiewaffen-Einsätzen in Syrien gesprochen. In 98 Prozent der Fälle soll demnach die Regierung von Präsident Baschar al-Assad dafür verantwortlich sein. 



Syrien und Russland wiesen solche Vorwürfe stets zurück. Damaskus gibt an, seit einem Abkommen von 2013 über keine Chemiewaffen mehr zu verfügen. Deutschland will sich im UN-Sicherheitsrat für die Durchsetzung des Verbots aller Chemiewaffen-Einsätze stark machen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa

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