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Zehn Tote bei Luftangriff auf Süßigkeitenfabrik

Von afp, dpa
Aktualisiert am 18.11.2019Lesedauer: 2 Min.
Ein ausgebrannter Lastwagen neben der Fabrik in Tripoli, Lybien: Unter den Toten sind Arbeiter aus Bangladesch, Ägypten und dem Niger.
Ein ausgebrannter Lastwagen neben der Fabrik in Tripoli, Lybien: Unter den Toten sind Arbeiter aus Bangladesch, Ägypten und dem Niger. (Quelle: Hamza Turkia/dpa-bilder)
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Bei einem Luftschlag im Süden der libyschen Hauptstadt Tripolis wurden zehn Menschen getötet, darunter Ausländer. Die Regierung beschuldigt die Vereinigten Arabische Emirate. Nach Ansicht der UN könnte es sich um ein Kriegsverbrechen handeln.

Bei einem Luftangriff auf eine Lebensmittelfabrik in Tripolis sind am Montag mindestens zehn Menschen getötet und 35 weitere verletzt worden. Die Backwarenfabrik im Süden der libyschen Hauptstadt sei direkt getroffen worden, teilte das libysche Gesundheitsministerium mit. Demnach waren unter den Toten zwei Libyer sowie fünf ausländische Arbeiter aus Bangladesch, Ägypten und dem Niger. Die Zahl der Toten könnte vermutlich noch steigen, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Der Luftangriff könnte ein Kriegsverbrechen sein, sagte der UN-Sonderbeauftragte für Libyen, Ghassan Salame, in New York. "Egal ob der Angriff die Fabrik absichtlich zum Ziel genommen hat oder eine wahllose Attacke war, könnte das ein Kriegsverbrechen darstellen", sagte Salame dem UN-Sicherheitsrat. Die Vereinten Nationen arbeiteten noch daran, alle Informationen über den Vorfall zusammenzutragen und zu verifizieren.

Regierungstreue Kräfte erklärten im Online-Dienst Facebook, Drohnen der Vereinigten Arabischen Emirate hätten den Anschlag verübt, um den "Kriegsverbrecher Haftar" zu unterstützen. Der südliche Vorort Wadi Rabi ist seit dem Beginn der Offensive des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar im April Schauplatz heftiger Kämpfe. Haftars Einheiten kämpfen mit regierungstreuen Truppen um die Vorherrschaft in Tripolis.

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Libyen ist gespalten

In dem nordafrikanischen Land herrscht seit dem Sturz und gewaltsamen Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos. Die international anerkannte Einheitsregierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten Libyens. Nach UN-Angaben wurden bisher mehr als tausend Menschen getötet und rund 120.000 Menschen vertrieben.


Während Katar und die Türkei die Einheitsregierung in Tripolis unterstützen, wird Saudi-Arabien, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Unterstützung von General Haftar vorgeworfen.

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