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Viele Tote und Verletzte im Konflikt um Bergkarabach

Von dpa
Aktualisiert am 28.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Bergkarabach: Ein Mann zwischen Kriegstr├╝mmern. Die Angriffe zwischen Aserbaidschan und Armenien rei├čen nicht ab. Immer mehr Menschen sterben.
Bergkarabach: Ein Mann zwischen Kriegstr├╝mmern. Die Angriffe zwischen Aserbaidschan und Armenien rei├čen nicht ab. Immer mehr Menschen sterben. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)
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Der Krieg um die S├╝dkaukasusregion Bergkarabach hat erneut viele Opfer gefordert. Mindestens 20 Menschen starben bei Attacken auf die Stadt Barda. Damit brachen beide L├Ąnder erneut eine vereinbarte Feuerpause.

Im blutigen Konflikt um die S├╝dkaukasusregion Bergkarabach sollen bei armenischen Angriffen auf die aserbaidschanische Stadt Barda mindestens 20 Menschen get├Âtet worden sein. Zuvor war von 14 Toten die Rede. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku am Mittwoch mitteilte.

Wohl international ge├Ąchteter Einsatz von Streumunition

Der aserbaidschanische Pr├Ąsidentenberater Hikmet Hajiyev warf Armenien den Einsatz von international ge├Ąchteter Streumunition vor. Er sprach von einem Kriegsverbrechen. Die Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums, Schuschan Stepanjan, wies das als "L├╝ge" zur├╝ck. Armenien und Aserbaidschan gaben sich gegenseitig die Schuld am Bruch der Waffenruhe.

Damit stieg die gemeldete Zahl der insgesamt auf aserbaidschanischer Seite get├Âteten Zivilisten auf 83. Zu den Verlusten unter Soldaten macht Aserbaidschan mit Blick auf das verh├Ąngte Kriegsrecht und Zensurbestimmungen keine Angaben. Die Zahl der get├Âteten armenischen Soldaten stieg um 59 auf 1.068. Zudem starben bisher 40 Zivilisten.

Angriffe trotz vereinbarter Feuerpause

Zuvor hatte Armenien Aserbaidschan den massiven Beschuss von Ortschaften in Bergkarabach vorgeworfen. So seien die Stadt Schuschi und die Hauptstadt Stepanakert beschossen worden. Auch eine Geburtsklinik in Stepanakert sei schwer getroffen worden. Die Kampfhandlungen dauerten ungeachtet der von beiden L├Ąndern vereinbarten Feuerpause an.

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Am Dienstag hatte US-Au├čenminister Mike Pompeo bei separaten Telefonaten mit dem aserbaidschanischen Pr├Ąsidenten Ilham Aliyev und dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan noch einmal mit Nachdruck gefordert, die Kampfhandlungen einzustellen und ├╝ber eine diplomatische L├Âsung der Krise zu verhandeln.

Unter Vermittlung der USA war am Montag eine neue Waffenruhe in Kraft getreten, die aber wie zuvor auch zwei unter russischer Vermittlung getroffenen Vereinbarungen prompt gebrochen wurde.

Russlands Au├čenminister "ernsthaft besorgt"

Russlands Au├čenminister Sergej Lawrow zeigte sich "ernsthaft besorgt" ├╝ber die anhaltenden K├Ąmpfe. Er rief erneut beide Seiten zu einer schnellstm├Âglichen und umfassenden Waffenruhe auf, wie sein Ministerium nach einem Telefonat mit dem franz├Âsischen Au├čenminister Jean-Yves Le Drian mitteilte. Es gebe keine Alternative zu einer diplomatischen L├Âsung des Konflikts. Beide Seiten m├╝ssten gewillt sein, die Kampfhandlungen zu beenden.

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Der Konflikt ist bereits jahrzehntealt. Aserbaidschan hatte in einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren die Kontrolle ├╝ber das Gebiet mit etwa 145.000 Bewohnern verloren. Seit 1994 galt eine br├╝chige Waffenruhe. Die Region wird von Armenien kontrolliert, geh├Ârt aber v├Âlkerrechtlich zum islamisch gepr├Ągten Aserbaidschan, das sich in dem Konflikt auf seinen "Bruderstaat" T├╝rkei st├╝tzen kann. Russland ist Schutzmacht Armeniens.

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