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Irak: US-Botschaft in Bagdad mit Raketen angegriffen – Mädchen getötet

Aufnahmen aus Bagdad  

US-Botschaft im Irak mit Raketen angegriffen: Kind stirbt

18.11.2020, 13:55 Uhr | lw, aj, t-online, AFP, dpa

Irak: US-Botschaft in Bagdad mit Raketen angegriffen – Mädchen getötet. Die US-Botschaft in Bagdad: Am Dienstagabend gab es einen Raketenangriff in der irakischen Hauptstadt. (Archivbild) (Quelle: United States Department of State)

Die US-Botschaft in Bagdad: Am Dienstagabend gab es einen Raketenangriff in der irakischen Hauptstadt. (Archivbild) (Quelle: United States Department of State)

In Bagdad ist die US-Botschaft Ziel eines Raketenangriffs geworden. Reporter teilten auf Twitter Videos aus der irakischen Hauptstadt. Ein junges Mädchen sei getötet, fünf weitere Zivilisten verletzt worden.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Dienstagabend mehrere Raketen niedergegangen. Vier Raketen des Typs Katjuscha seien in der sogenannten Grünen Zone eingeschlagen, meldete die Medienabteilung der irakischen Sicherheitskräfte bei Twitter. Dort befinden sich das hoch gesicherte Regierungsviertel sowie die Botschaften der USA und anderer Länder. Die Raketen seien aus dem Osten der Hauptstadt abgefeuert worden. Drei weitere Raketen hätten andere Stadtteile von Bagdad getroffen. Ein junges Mädchen sei getötet, fünf weitere Zivilisten verletzt worden, teilte die irakische Armee mit.

Schiitische Milizen fordern Abzug der US-Soldaten

Nahe der Grünen Zone und am Flughafen von Bagdad kam es in vergangenen Monaten immer wieder zu Raketenangriffen. Meist stecken dahinter örtliche Milizen, von denen manche vom Nachbarland Iran unterstützt werden. Die Angriffe richteten sich auch gegen irakische Militärstützpunkte, die von US-Truppen genutzt werden. Die mit dem Iran verbündeten schiitischen Milizen fordern den Abzug der US-Soldaten.

Ein Sprecher der US-geführten Anti-IS-Koalition im Irak teilte mit, irakische Geheimdienste hätten einen Angriff auf die US-Botschaft bestätigt. Zum Einsatz des C-RAM-Systems wollte er sich nicht äußern. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren Explosionen sowie dem Aufheulen von Alarmsirenen. Auch das Raketenabwehrsystem C-RAM der US-Botschaft soll zum Einsatz gekommen sein.

Fast 90 tödliche Anschläge mit Raketen im Irak

Seit Oktober vergangenen Jahres wurden im Irak fast 90 tödliche Anschläge mit Raketen und Bomben auf ausländische Botschaften, Truppen und Einrichtungen verübt. Die USA haben wiederholt pro-iranische Milizen wie die schiitischen Hisbollah-Brigaden für die Anschläge verantwortlich gemacht.

Die Raketenangriffe folgten kurz nachdem die USA am Dienstag einen weiteren Truppenabzug aus dem Irak sowie aus Afghanistan angekündigt hatten. Wenige Stunden zuvor hatte der US-Außenminister Mike Pompeo mit dem irakischen Ministerpräsidenten Mustafa al-Kadhemi telefoniert. 

Bis zum 15. Januar werde die Zahl der Soldatinnen und Soldaten auf jeweils etwa 2.500 reduziert, erklärte der geschäftsführende Verteidigungsminister Christopher Miller. Dem US-Sender CNN zufolge sind im Irak derzeit etwa 3.000 US-Soldaten stationiert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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