Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

25 chinesische Kampfjets in Taiwans Luftraum gemeldet

Konflikt um Region  

25 chinesische Kampfjets in Taiwans Luftraum gemeldet

13.04.2021, 10:17 Uhr | t-online, rtr

25 chinesische Kampfjets in Taiwans Luftraum gemeldet. J-10 Kampfjet: Ein Flugzeug wie dieses ist von China unter anderem nach Taiwan geschickt worden und drang in eine Luftraumüberwachungszone ein. (Symbolbild) (Quelle: imago images/Xinhua)

J-10 Kampfjet: Ein Flugzeug wie dieses ist von China unter anderem nach Taiwan geschickt worden und drang in eine Luftraumüberwachungszone ein. (Symbolbild) (Quelle: Xinhua/imago images)

Zwischen China und Taiwan gibt es seit Jahren einen Konflikt: Ist die Insel Hoheitsgebiet Chinas oder nicht? Nun sind erneut Kampfjets entsendet worden.

China soll 25 Kampfjets nach Taiwan gesendet haben. Das berichtet der US-Nachrichtensender "CNN". Es soll der bislang größte Einsatz dieser Art sein, seit chinesische Jets im September begonnen haben, in die Luftraumüberwachungszone des Landes einzudringen. 

Einen Tag zuvor hatte US-Außenminister Lloyd Austin Peking gewarnt, dass Washington sich der Verteidigung der demokratischen, selbstverwalteten Insel Taiwan verpflichtet fühle. China betrachtet die Insel allerdings als Teil seines Hoheitsgebiets.

Zu den 25 Flugzeugen, die von Chinas Volksbefreiungsarmee (PLA) entsandt wurden, gehörten laut Taiwans Verteidigungsministerium 14 J-16-Kampfjets, vier J-10-Kampfjets, vier H-6K-Bomber, zwei Flugzeuge zur U-Boot-Bekämpfung und ein luftgestütztes Frühwarn- und Kontrollflugzeug.

15 Jets am Mittwoch in Taiwans Zone eingetroffen

Taiwans Regierung hatte bereits am vergangenen Mittwoch den Eintritt von chinesischen Kampfflugzeugen in seine Luftraumüberwachungszone gemeldet. Insgesamt seien 15 Luftfahrzeuge in den Bereich eingedrungen, darunter zwölf Jets, teilte das Verteidigungsministerium in Taipeh mit.

Zuvor hatte ein Regierungsvertreter das Parlament bereits darüber unterrichtet, dass jüngst chinesische Drohnen unweit der von Taiwan kontrollierten und von China beanspruchten Pratas-Inseln im Südchinesischen Meer gesichtet worden seien. In den von Taiwan ausgewiesenen Luftraum seien sie nicht eingedrungen. Sollte dies jedoch passieren, könnte Taiwan – wenn nötig – das Feuer eröffnen, so der Leiter des Rates für Maritime Angelegenheiten, Lee Chung-wei.

Außenminister: "Sind bereit, Krieg zu führen"

China beansprucht Taiwan als eigenes Territorium. Zu Beginn der Woche teilte die Volksrepublik mit, dass eine Flugzeugträger-Gruppe vor Taiwan Routineübungen abhalte. Wo sich die Kriegsschiffe derzeit genau aufhalten, ist nicht bekannt. Die USA, die Taiwans Regierung unter anderem militärisch unterstützen, haben einen Flugzeugträger-Verband in das Südchinesische Meer entsandt.

Taiwans Außenminister Joseph Wu sagte, sein Land sei bereit, Krieg zu führen, wenn es dies müsse. "Und wenn wir uns bis zum letzten Tag verteidigen müssen, werden wir uns bis zum letzten Tag verteidigen." Taiwans Verteidigungsministerium wiederum kündigte ein achttägiges, computergestütztes Manöver an, bei dem noch in diesem Monat ein Angriff Chinas simuliert werden soll.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal