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Israel schließt Fischereizone vor dem Gazastreifen

Von dpa, afp
26.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Demonstranten in Jerusalem: Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern nahmen in den vergangenen Tagen zu.
Demonstranten in Jerusalem: Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern nahmen in den vergangenen Tagen zu. (Quelle: Adel Hana/ap-bilder)
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Seit mehreren Tagen berichtet Israels Armee von militanten Palästinensern, die Raketen auf israelische Ziele abfeuern. Als Reaktion darauf hat Israel nun die Fischereizone vor dem Palästinensergebiet dicht gemacht.

Nach anhaltenden Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israel die Fischereizone vor dem Palästinensergebiet geschlossen. Die Maßnahme gelte bis auf weiteres, teilte die zuständige Behörde Cogat am Montagmorgen mit.

Nach Angaben der israelischen Armee wurden in der Nacht insgesamt fünf Raketen abgefeuert. Die erste explodierte demnach im Gazastreifen. Nach diesem Vorfall verkündete Cogat zunächst eine Reduzierung der Fischereizone.

Abwehrsystem fing Geschoss ab

Wenig später feuerten militante Palästinenser jedoch vier weitere Raketen ab. In der Stadt Sderot heulten Warnsirenen. Zwei der Geschosse wurden den Angaben nach vom Abwehrsystem "Eisenkuppel" abgefangen, eine dritte landete im Gazastreifen. Medienberichten zufolge ging die vierte in offenem Gelände nieder.

Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Am Morgen kündigte Cogar dann die komplette Schließung der Fischereizone an.

Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern

Um die Spannungen nach den tagelangen gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Israelis und Palästinensern in der Jerusalemer Altstadt zu reduzieren, gab die Polizei am Sonntag einen zuvor abgesperrten Platz wieder frei.

Während mehrere hundert Palästinenser am Sonntagabend am Damaskus-Tor zur Altstadt demonstrierten, ließen Polizeibeamte zu, dass Absperrungen vor der Promenade entfernt wurden, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Der Platz vor dem Damaskus-Tor gilt als traditioneller Treffpunkt für Palästinenser während des heiligen muslimischen Monats Ramadan.

Per Megafon erklärten Polizisten, der Zugang sei für alle geöffnet. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Entscheidung sei nach einer "Einschätzung der Lage, unter Berücksichtigung der Ladenbesitzer, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen" getroffen worden. Die Polizei wolle durch die Öffnung die Gewalt reduzieren.

Gewaltsame Zusammenstöße

Zuvor hatte es seit Donnerstag drei Abende in Folge gewaltsame Zusammenstöße zwischen Palästinensern und der Polizei gegeben. Auslöser war eine Demonstration rechtsextremer Israelis, die unter "Tod den Arabern"-Rufen durch die Altstadt gezogen waren. Die Spannungen zwischen muslimischen Palästinensern und jüdischen Israelis waren durch eine Reihe von Videos angeheizt worden. Sie zeigten, wie junge Araber ultra-orthodoxe Juden angreifen und wie jüdische Extremisten nachts Araber auf der Straße schikanieren.

Palästinensische Demonstranten in Jerusalem: In der Stadt kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen.
Palästinensische Demonstranten in Jerusalem: In der Stadt kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. (Quelle: Mohammed Salem/Reuters-bilder)

Verstöße gegen die Waffenruhe

Im August 2020 hatte die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas nach Vermittlung Katars eine Waffenruhe mit Israel verkündet. Aber auch danach gab es immer wieder Verstöße. Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird.

Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa und AFP
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