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Nach Anschlag auf Bundeswehr: Frankreich setzt Anti-Terror-Kampf in Mali fort

Nach Anschlag auf Bundeswehr  

Frankreich setzt Anti-Terror-Kampf in Mali doch fort

03.07.2021, 13:43 Uhr | AFP

Nach Anschlag auf Bundeswehr: Frankreich setzt Anti-Terror-Kampf in Mali fort. Französische Soldaten auf ihrer Basis in Gao: Frankreich hatte Anfang Juni seine gemeinsamen militärischen Einsätze mit Mali zeitweise ausgesetzt und nach dem jüngsten Putsch Garantien für den politischen Übergang gefordert. (Quelle: AP/dpa)

Französische Soldaten auf ihrer Basis in Gao: Frankreich hatte Anfang Juni seine gemeinsamen militärischen Einsätze mit Mali zeitweise ausgesetzt und nach dem jüngsten Putsch Garantien für den politischen Übergang gefordert. (Quelle: AP/dpa)

Vor einem Monat kündigte Frankreich das Ende seiner Anti-Terror-Mission in Westafrika an – mitten im politischen Chaos in Mali. Nun die Kehrwende, es soll doch weitergehen.

Frankreich nimmt seine Zusammenarbeit mit der malischen Armee wieder auf, die seit einem Putsch Ende Mai ausgesetzt war. Nach Konsultationen mit Malis Übergangsregierung und den Nachbarländern habe Frankreich "entschieden, die gemeinsamen Militäroperationen sowie die nationalen Beratungsmissionen wieder aufzunehmen", teilte das Verteidigungsministerium in Paris am Freitag mit.

In einem zweiten Putsch binnen neun Monaten hatte der mächtige malische Armee-Oberst Assimi Goïta Ende Mai die zivile Übergangsregierung mit Präsident Bah Ndaw und Regierungschef Moctar Ouane abgesetzt. Das Vorgehen wurde international verurteilt. Die USA legten ihre Unterstützung für malische Sicherheitskräfte auf Eis, die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) setzte Malis Mitgliedschaft aus.

5.000 Franzosen im Anti-Terror-Einsatz

Mali und Frankreich spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Dschihadisten in der Sahelzone. Frankreich hat rund 5.100 Soldaten im Rahmen seines Einsatzes "Barkhane" in Mali, dem Tschad, Niger, Burkina Faso und Mauretanien stationiert. Am 10. Juni kündigte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron allerdings das Ende des "Barkhane"-Einsatzes an, ohne einen konkreten Zeitplan zu nennen.

Französische Soldaten sollen sich künftig nur noch an der sogenannten Takuba-Truppe beteiligen. Zu der europäischen Eingreiftruppe in der Sahelzone gehören bisher rund 600 Soldaten, von denen rund die Hälfte aus Frankreich stammen. Das französische Verteidigungsministerium versicherte nun, Frankreich bleibe "mit seinen europäischen und amerikanischen Verbündeten vollkommen engagiert an der Seite der Sahel-Länder und der internationalen Missionen" zur Bekämpfung von Dschihadisten.

Deutschland beteiligt sich mit bis zu 1.700 Soldaten an Ausbildungs- und Stabilisierungsmissionen der EU und der UN in Mali. Die Lage in dem westafrikanischen Land und seinen Nachbarstaaten gilt als sehr instabil. Am Freitag vergangener Woche waren bei einem Selbstmordanschlag nordöstlich von Gao zwölf Bundeswehrsoldaten sowie ein Belgier verletzt worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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