Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Afghanistan: Bundesregierung will weitere Ortskräfte evakuieren

Nach Abzug aus Afghanistan  

Bundesregierung will weitere Ortskräfte evakuieren

29.09.2021, 12:20 Uhr | mbo, t-online, dpa

Afghanistan: Bundesregierung will weitere Ortskräfte evakuieren. Afghanische Flüchtlinge in einem Flugzeug: Die Bundesregierung will weitere Ortskräfte nach Deutschland holen. (Quelle: imago images/Glen McCarthy)

Afghanische Flüchtlinge in einem Flugzeug: Die Bundesregierung will weitere Ortskräfte nach Deutschland holen. (Quelle: Glen McCarthy/imago images)

Zahlreiche Ortskräfte wurden nach dem Abzug der letzten Soldaten in Afghanistan zurückgelassen. Nun will Deutschland Hunderte weitere Menschen ausfliegen, die auf bestimmten Listen stehen.

Foto-Serie mit 10 Bildern

Laut einer internen Ankündigung des Bundesinnenministeriums sollen in den kommenden zwei Monaten etwa 200 Menschen wöchentlich aus Afghanistan über Pakistan nach Deutschland gebracht werden. Dies berichtet der "Spiegel". Demnach handele es sich dabei um Ortskräfte und andere Schutzbedürftige sowie deren Kernfamilien. 

Im August hatte die Bundeswehr mit einer rasch eingerichteten Luftbrücke in elf Tagen mehr als 5.300 Deutsche, andere Ausländer und afghanische Ortskräfte aus Kabul ausgeflogen. Sie wurden vor den militant-islamistischen Taliban in Sicherheit gebracht. Nach dem Abzug der letzten US-Soldaten vor wenigen Wochen warten nun noch immer viele Afghanen darauf, aus dem Land zu gelangen.

Tausende Menschen brauchen besonderen Schutz

Diejenigen, die nun vom Auswärtigen Amt evakuiert werden sollen, stünden auf einer Liste für Ortskräfte oder auf einer Menschenrechtsliste. Letztere umfasse die Namen Tausender Menschen, die besonders auf Schutz angewiesen sind und einen Bezug nach Deutschland haben. Wer auf einer der beiden Listen vermerkt ist und nach einer Sicherheitsprüfung nach Deutschland einreise, bekomme vorerst eine Aufenthaltserlaubnis für bis zu drei Jahren. 

Viele bislang nach Deutschland ausgeflogene Menschen hätten laut vertraulicher Unterlagen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge auf keiner der beiden genannten Listen gestanden. Wie es zu ihrer Ausreise kam, sei demzufolge unklar. Ihnen stünde nun ein Asylverfahren bevor, das sie durchlaufen müssen. 

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: