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Nach Florida-Massaker: Donald Trump will "Bump Stocks" verbieten

Nach Schulmassaker in Florida  

Trump will umstrittene "Bump Stocks" verbieten

21.02.2018, 17:03 Uhr | AP

Nach Florida-Massaker: Donald Trump will "Bump Stocks" verbieten. US-Präsident Trump hat das Justizministerium angewiesen, ein Verbot sogenannter "Bump Stocks" auszuarbeiten. Nach dem Massaker von Las Vegas mit 58 Toten waren diese Bemühungen gescheitert. (Quelle: AP/dpa/Evan Vucci)

US-Präsident Trump hat das Justizministerium angewiesen, ein Verbot sogenannter "Bump Stocks" auszuarbeiten. Nach dem Massaker von Las Vegas mit 58 Toten waren diese Bemühungen gescheitert. (Quelle: Evan Vucci/AP/dpa)

"Bump Stocks" machen aus einem halbautomatischen Gewehr eine Kriegswaffe. Der Attentäter von Las Vegas tötete damit 58 Menschen. Nun sollen die Schnellfeuervorrichtungen verboten werden.

US-Präsident Donald Trump hat ein Verbot von Schnellfeuerkolben für halbautomatische Waffen gefordert. Trump erklärte am Dienstag, er habe das Justizministerium angewiesen, eine entsprechende Verordnung auszuarbeiten. Damit sollten zusätzliche Vorrichtungen für Waffen untersagt werden.

"Wir müssen mehr tun, um unsere Kinder zu schützen", sagte der Präsident. Er betonte zudem, dass die Überprüfung von Waffenkäufern besser werden müsse. "Egal, ob Republikaner oder Demokrat, wir müssen uns jetzt auf eine Verstärkung der Hintergrundüberprüfungen konzentrieren", schrieb Trump auf Twitter.

Nach Las Vegas scheiterte ein Verbot

Das Justizministerium erklärte, die Anordnung werde möglichst zügig umgesetzt. Das Ministerium verstehe, dass das Anliegen eine Priorität für den Präsidenten habe, hieß es in einer Mitteilung. Der Prozess für neue Vorgaben für die Vorrichtungen solle nun schnell durchlaufen werden.

Schnellfeuerkolben, auf Englisch "Bump Stocks" genannt, ermöglichen auch bei halbautomatischen Waffen schnelle Schussfolgen, wie sie bei Maschinengewehren möglich sind. Eine solche Vorrichtung nutzte der Attentäter, der im vergangenen Oktober in Las Vegas aus einem Hotelzimmer heraus 58 Menschen tötete. Bemühungen, die Schnellfeuervorrichtungen gesetzlich zu verbieten, scheiterten danach.

Trump will Schüler und Lehrer treffen

Trump äußerte sich während einer Zeremonie, in der Sicherheitskräfte für ihre Tapferkeit geehrt wurden. Es sei Zeit, sich auf Sicherheitsmaßnahmen zu konzentrieren, die nachweislich funktionierten, erklärte er.

Ein 19-Jähriger hatte in der vergangenen Woche in Florida 17 Menschen getötet. Das Weiße Haus hat angekündigt, der Präsident werde sich mit Schülern, Lehrern und Beamten treffen, um über Wege zu mehr Sicherheit in den Schulen zu diskutieren.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, lobte den Mut der Überlebenden, die andere Menschen retteten. Sie erklärte, Trump vertrete die Ansicht, "dass es das Recht jeden amerikanischen Kindes ist, in einer sicheren Umgebung aufzuwachsen." Zu dem Treffen sollen auch Überlebende der Schulmassaker der Columbine High School und des Amoklaufs an der Sandy Hook Grundschule kommen.

Wer bekommt wie viel von der Waffenlobby?

Senator Chris Murphy, ein Fürsprecher schärferer Waffengesetze, erklärte, Trumps Anordnung zeige, dass sich der Präsident der Bedeutung des Themas bewusst sei. Zum ersten Mal fürchteten sich Politiker vor der Konsequenz, sollten sie gegenüber der Waffenlobby untätig bleiben.

Zwei Bürgerrechtsgruppen kündigten zudem an, am Mittwoch in der "New York Times" eine Anzeige zu veröffentlichen, die Namen der Politiker auflistet, die Spenden der Waffenorganisation NRA angenommen haben. Politiker, die nichts gegen Waffengewalt in den USA unternähmen, seien mitverantwortlich für den Tod der Kinder, sagte Shannon Watts von der Organisation "Moms Demand Action", die die Anzeige gemeinsam mit der Anti-Waffen-Organisation "Everytown" bezahlte.

Verwendete Quellen:
  • AP

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