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Trump legt sich mit Waffenlobby an: "Warum hat niemand etwas getan?"

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Trump legt sich mit Waffenlobby an  

"Warum hat bisher niemand etwas getan?"

01.03.2018, 08:28 Uhr | dpa, pdi

Trump will strengere Waffengesetzte
Trump will strengere Waffengesetzte

Das Schulmassaker von Parkland müsse Folgen haben, darauf pocht US-Präsident Trump. Vom Fernsehen live übertragen, sagt er: "Wir müssen handeln!".

Überraschend deutliche Aussage, aber vor dem Treffen mit dem NRA-Waffenlobbyisten Chris Cox: US-Präsident Donald Trump hatte eigentlich eine Verschärfung des Waffenrechts angekündigt. Kommt jetzt aber doch wieder die Kehrtwernde? (Quelle: Reuters)


Die hitzige Diskussion über eine Verschärfung des Waffenrechts geht weiter: Das Schulmassaker von Parkland müsse Folgen haben, darauf pocht US-Präsident Trump. Kommt es zum Machtkampf mit der mächtigen Waffenlobby NRA?

US-Präsident Donald Trump zeigt sich nach dem Schulmassaker von Parkland mit 17 Toten zu einer Verschärfung des Waffenrechts entschlossen. "Wir können nicht warten und Spielchen spielen, wir müssen etwas tun", sagte Trump bei einem überparteilichen Treffen mit Senatoren und Abgeordneten, das in Gänze vom Fernsehen übertragen wurde.

Mit Walmart zog derweil ein weiteres US-Unternehmen Konsequenzen aus den tödlichen Schüssen an der Schule in Florida vor zwei Wochen: Der Einzelhandelsriese erhöhte das Mindestalter für den Kauf von Schusswaffen und Munition auf 21 Jahre.

Walmart verschärft Regeln

Bei dem Massaker an der Marjorie Stoneman Douglas High School von Parkland hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Seither schlagen in den USA die Wellen der Diskussion über ein schärferes Waffenrecht hoch.

"Im Licht der jüngsten Ereignisse haben wir die Gelegenheit ergriffen, unsere Regeln beim Verkauf von Schusswaffen zu überprüfen", teilte Walmart mit. Von jetzt an werde die Altersbegrenzung für den Kauf von Schusswaffen und Munition auf 21 Jahre erhöht. Die Waffengesetze in den USA sind je nach Bundesstaat anders geregelt. Jagdgewehre dürfen in einigen Staaten bereits von 18-Jährigen erworben werden.

Bewaffnete Lehrer

"Wir sind entschlossen, unsere Trauer in Taten zu verwandeln", sagte Trump während des live übertragenen Treffens. "Wir müssen unsere Schulen abhärten." Dabei wiederholte er seinen Vorschlag, bestimmte Lehrer mit Waffen auszustatten. Müssten mögliche Angreifer nicht befürchten, dass "auch Kugeln aus der anderen Richtung kommen", werde sich nichts ändern, sagte Trump.

Gerade im Zusammenhang mit einer möglichen Bewaffnung von Lehrern sorgte ein Vorfall an einer Schule im US-Staat Georgia für Aufsehen. Die Polizei nahm in Dalton einen Lehrer fest, der sich bewaffnet in einem leeren Klassenraum verbarrikadiert hatte. Als der Direktor der Dalton High School den Raum habe aufsperren wollte, hätten Zeugen von mindestens einem Schuss aus dem Raum berichtet. Kinder seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. Der Mann habe sich nach 30 bis 40 Minuten freiwillig gestellt, in denen er mit der Polizei konfrontiert gewesen sei. Warum der Mann sich verbarrikadiert hat, war unklar. Er wurde angeklagt.

"Das kriegt Ihr niemals durch"

Der Präsident untermauerte seinen Vorschlag, Hintergrundüberprüfungen von Waffenkäufern zu verbessern. Außerdem wolle er nicht, dass psychisch Kranke Waffen haben. Ein Gesetzentwurf solle aber nicht das Thema des verdeckten Tragens von Waffen enthalten, sagte Trump. "Das kriegt Ihr niemals durch."

Einige der Ideen, mit denen der Republikaner Trump sympathisierte, hatte sein demokratischer Amtsvorgänger Barack Obama erfolglos vorgelegt. "Warum hat bisher niemand etwas getan?", fragte Trump mit großer Geste in die Runde. Er wolle ein großes, gemeinsames Gesetz beider Parteien, an dem alle arbeiten sollten. "Ich möchte etwas, das wunderschön ist", sagte Trump. Es sei besser, ein Gesetz zu haben, als 15 oder sieben.

Der Präsident sprach sich für das Heraufsetzen der Altersgrenze für Gewehre aus, wie sie oft bei Überfällen auf Schulen verwendet werden. Auch in Parkland wurde ein Sturmgewehr im Stil einer AR-15 verwendet.

30 Millionen von Waffenlobby

Man dürfe keine Angst vor der Waffenlobby-Organisation NRA haben, sagte Trump ferner. "Sie haben die Macht über mich verloren - wofür sollte ich sie brauchen? - , aber sie haben Macht über Euch. Manche von Euch sind starr vor Angst. Das dürft Ihr nicht sein", sagte er in die Runde, in der vielen Republikanern die Gesichtszüge gefroren. Trump waren im Wahlkampf 2016 Zuwendungen der NRA in Höhe von 30 Millionen Dollar zugute gekommen.

Dem US-Präsidenten zufolge wird an einem Dekret gearbeitet, mit dem er Schnellfeuerkolben verbieten werde. "Wir können das", sagte Trump. Es ist aber rechtlich umstritten, ob er diese Aufsätze, die ein halbautomatisches Gewehr feuern lassen wie ein Maschinengewehr, ohne den Kongress verbieten kann.

Für die Schüler der Marjorie Stoneman Douglas High School in Parkland war der Mittwoch der erste reguläre Unterrichtstag nach dem Überfall vor zwei Wochen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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