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Donald Trump will Innenminister nominieren – Umweltschützer protestieren

Ehemaliger Energie-Lobbyist Bernhardt  

Trump will Innenminister nominieren – Umweltschützer protestieren

05.02.2019, 08:36 Uhr | dpa-AFX

Donald Trump will Innenminister nominieren – Umweltschützer protestieren. David Bernhardt (links), Donald Trump und Patrick Shanahan: US-Präsident Trump will Bernhardt als neuen Innenminister nominieren. (Quelle: imago)

David Bernhardt (links), Donald Trump und Patrick Shanahan: US-Präsident Trump will Bernhardt als neuen Innenminister nominieren. (Quelle: imago)

David Bernhardt wird neuer US-Innenminister. Er will Pläne für die heimische Ölproduktion durch Erleichterungen von Bohrgenehmigungen vorantreiben. Das ruft Kritik hervor.

Nach dem Ausscheiden seines skandalumwitterten Innenministers Ryan Zinke will US-Präsident Donald Trump dessen umstrittenen Stellvertreter David Bernhardt zum Nachfolger machen. Trump kündigte am Montag auf Twitter an, er werde Bernhardt nominieren, der das Ministerium seit Zinkes Ausscheiden zum Jahreswechsel kommissarisch führt. Umweltschützer protestierten umgehend gegen Trumps Wahl. Der Senat, in dem Trumps Republikaner eine Mehrheit haben, muss den Kandidaten bestätigen.

In den USA ist der Innenminister vor allem für die Verwaltung des bundeseigenen Landes zuständig. Das Ministerium entscheidet etwa darüber, ob Naturschutzgebiete ausgewiesen werden oder ob Energiegewinnung wie Fracking erlaubt ist. Die innere Sicherheit ist Aufgabe des Heimatschutzministeriums. Die "Washington Post" beschrieb Bernhardt (49) als "einen erfahrenen Lobbyisten", der die Bemühungen der Regierung vorangetrieben habe, Öl- und Gasbohrungen auszuweiten.

Umweltschützer: Bernhardt ist eine "Marionette" 

Die Umweltschutzorganisation "Friends of the Earth" nannte Bernhardt korrupt und bezeichnete ihn als eine "Marionette" für Firmen, die die Umwelt verschmutzten. Trump schrieb auf Twitter: "Seit dem Tag seiner Ankunft hat David einen fantastischen Job gemacht, und wir freuen uns, seine Nominierung offiziell bestätigen zu lassen."





Die "Washington Post" hatte berichtet, das Weiße Haus habe Zinke zum Rücktritt gedrängt. Zinke war unter anderem wegen teurer Reisen und fragwürdiger Geschäfte in Verruf geraten, gegen ihn liefen mehrere Untersuchungen. Etliche hochrangige Mitarbeiter der Trump-Regierung sind entlassen oder zum Rücktritt gedrängt worden, andere sind freiwillig ausgeschieden. Auch US-Verteidigungsminister James Mattis und Trumps Stabschef John Kelly gingen Ende vergangenen Jahres. Beide Ämter werden derzeit nur kommissarisch geführt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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