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50 Tweets: Was hat Donald Trumps Twitter-Sturm zu bedeuten?

"Verrückt und verzweifelt"  

Trumps Twitter-Sturm – Das könnte dahinterstecken

Von Sarah Thust

19.03.2019, 09:34 Uhr
Trump legt im Streit mit Kongress über Mauerbau Veto ein

Der Republikaner blockierte damit wie erwartet einen Gesetzentwurf, mit dem beide Kongresskammern den Notstand aufheben lassen wollten. (Quelle: Reuters)

Letzte richtige Amtshandlung vor Tweet-Orgie: Donald Trump hat zuletzt im Streit über den Mauerbau zum ersten Mal von seinem Veto-Recht Gebrauch gemacht. (Quelle: Reuters)


Donald Trump ist bei Twitter derzeit besonders aktiv. Am Wochenende veröffentlichte er knapp 50 Beiträge – darunter auch Drohungen. Nun fragen sich Kritiker: "Wovon will er ablenken?"

Am Wochenende war US-Präsident Donald Trump bei Twitter noch aktiver als gewöhnlich. Insgesamt veröffentlichte er von Samstag bis Sonntag knapp 50 Tweets. Eine Datenanalyse zeigt: An den sechs Wochenenden davor twitterte er nur halb so oft. Kritiker sprechen von einem "Trump-Tweet-Sturm".

Kein Thema kam bei Trump zu kurz: Er teilte Beiträge über die Feierlichkeiten zum St. Patrick’s Day und etliche Posts von seinem Lieblingsfernsehsender Fox News. Sogar manchen fragwürdigen Post von Seiten, die Verschwörungstheorien verbreiten, teilte er. So kopierte er einen Beitrag von William Craddick, dem Gründer der rechten Nachrichtenagentur "Disobedient Media", die teilweise unbestätigte Behauptungen und Verschwörungstheorien verbreitet. Am Wochenende ging es auf Trumps Twitter-Account um viele Themen – nicht aber um die Anschläge in Christchurch.

Trump schimpft und kritisiert frustriert

Dagegen schimpfte der Präsident – so wie oft – über politische Gegner, den verstorbenen US-Senator John McCain und den gegen Trump ermittelnden Regierungsbeamten Robert Mueller. Er kritisierte auch das Pariser Klimaabkommen und äußerte Drohungen gegen die Kult-Satireshow "Saturday Night Live", die unter anderem für ihre Trump-Parodien bekannt ist.

Die vielen Beiträge von Trump sorgen nun bei vielen Beobachtern für Skepsis und Spekulationen. So schrieb der Fernsehsender CNN über Trumps zahlreiche und wütende Posts: "Trumps Twitter-Sturm deutet auf die Frustration des Präsidenten hin".

Die Journalistin Asawin Suebsaeng soll beim Weißen Haus direkt nachgefragt haben: "Sprechen die Tweets von Donald Trump in den vergangenen 12 Stunden für sich selbst?" Die Sprecherin Sarah Huckabee Sanders habe auf die Anfrage mit "Ja" geantwortet.

Will der Präsident von etwas ablenken? 

Andere wie das Magazin "Paste" vermuten dahinter ein Ablenkungsmanöver nach den Anschlägen in Neuseeland. Denn dem mutmaßlichen Täter schienen Donald Trump, so wie die deutsche AfD oder der rechtsextreme Front National in Frankreich Vorbilder zu sein. Sie alle wurden in dem Bekennerschreiben genannt. 

Einige User meinen jedoch, es könnte sogar andere Gründe geben. "Trump macht Twitter verrückt, wenn er von etwas ablenken möchte, das er getan hat oder nicht getan hat, oder er hat Angst, dass ihm etwas passiert", schrieb Debbie Provance aus West Virginia. Die Twitter-Sprüche am Wochenende würden zeigen, wie verrückt und verzweifelt er sei.


Ähnlich sah das auch Rachel M. Greenberg aus Massachusetts. "Wenn Trump so eine Twitter-Tirade anfängt, passiert etwas anderes. Wovon versucht er, uns abzulenken?" Dafür hatte User "SAKucharewicz" aus Pennsylvania eine Theorie: In den nächsten paar Tagen werde wohl wieder etwas Neues in den Nachrichten über Trump bekannt werden. 

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