Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

Mueller-Bericht: Wichtigste Akte darf geöffnet werde – Teil-Erfolg der Demokraten

Einigung mit Demokraten  

US-Justizministerium öffnet "Muellers wichtigste Akten"

11.06.2019, 09:02 Uhr | dpa

Mueller-Bericht: Wichtigste Akte darf geöffnet werde – Teil-Erfolg der Demokraten. Robert Mueller: Der Sonderermittler in der Russlandaffäre sprach Trump nicht von dem Vorwurf der Justizbehinderung frei. (Archivbild) (Quelle: AP/dpa/Carolyn Kaster)

Robert Mueller: Der Sonderermittler in der Russlandaffäre sprach Trump nicht von dem Vorwurf der Justizbehinderung frei. (Archivbild) (Quelle: Carolyn Kaster/AP/dpa)

Der Bericht von Robert Mueller sollte Klarheit darüber bringen, ob Donald Trump die Russland-Ermittlungen behinderte – doch er hinterließ nur Fragezeichen. Nun ist den Demokraten trotzdem ein Teil-Erfolg gelungen.

Im Streit um den Bericht von Russland-Sonderermittler Robert Mueller haben die Demokraten im US-Abgeordnetenhaus und das Justizministerium in einem Punkt eine Einigung erzielt. Der Vorsitzende des Justizausschusses, Jerry Nadler, teilte am Montag mit, das Justizministerium habe eingewilligt, "Muellers wichtigste Akten für uns zu öffnen". Dabei gehe es um zentrale Beweise, die dem Mueller-Bericht bei der Frage zugrunde lagen, ob der republikanische US-Präsident Donald Trump bei den Russland-Ermittlungen des FBI die Justiz behindert habe.

Mueller hatte seine Arbeit Ende März abgeschlossen und Justizminister William Barr seinen Bericht übergeben, der mehrere Wochen danach – in Teilen geschwärzt – veröffentlicht wurde. In dem Bericht äußerte sich Mueller nicht eindeutig zum Vorwurf der Justizbehinderung, sondern führte Argumente dafür und dagegen an. In seiner einzigen öffentlichen Stellungnahme sprach Mueller Trump Ende Mai allerdings ausdrücklich nicht von dem Vorwurf frei.

Eine Resolution soll Nadler zur Klage ermächtigen

Nadler sagte, trotz der Teil-Einigung mit dem Ministerium werde das von den Demokraten dominierte Abgeordnetenhaus an diesem Dienstag über eine Resolution im Zusammenhang mit dem Mueller-Bericht abstimmen. Mit der Resolution soll Nadler ermächtigt werden, vor Gericht zu ziehen, um Barr und Trumps früheren Rechtsberater Donald McGahn dazu zu zwingen, Forderungen des Ausschusses nachzukommen.
 

 
Nadler hatte Barr unter Strafandrohung aufgefordert, neben den zugrundeliegenden Beweisen auch den ungeschwärzten Mueller-Bericht zu übergeben. Der Justizminister lehnt das ab. McGahn – eine zentrale Figur in Muellers Ermittlungen – kam wiederum einer Zwangsvorladung des Justizausschusses nicht nach. In Muellers Abschlussbericht sind diverse Versuche Trumps aufgeführt, Einfluss auf die Ermittlungen zu nehmen – unter anderem über McGahn.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal